Tag: 5. Juni 2026

  • Renten-Skandal: Tausende Selbstständige müssten zahlen – doch Beiträge bleiben oft aus

    Renten-Skandal: Tausende Selbstständige müssten zahlen – doch Beiträge bleiben oft aus

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
    Werner Hoffmann
    – Rentenberater (RDG) . – www.Renten-experte.de

    Die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung steht seit Jahren unter Druck. Umso brisanter ist ein Problem, das der Bundesrechnungshof erneut kritisiert: Viele Selbstständige, die eigentlich rentenversicherungspflichtig wären, zahlen offenbar keine Beiträge – und das teilweise über Jahre hinweg.

    Dabei gilt häufig die Annahme, Selbstständige seien grundsätzlich von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit. Das stimmt jedoch nicht. Für verschiedene Berufsgruppen besteht bereits heute eine Versicherungspflicht. Dazu gehören unter anderem bestimmte Lehrer, Erzieher, Pflegekräfte, Hebammen, Handwerker, Künstler sowie Selbstständige, die dauerhaft im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind.

    Bundesrechnungshof sieht Handlungsbedarf

    Nach Einschätzung des Bundesrechnungshofes werden zahlreiche versicherungspflichtige Selbstständige gar nicht erfasst. Dadurch entgehen der Rentenversicherung Beiträge, obwohl eine gesetzliche Pflicht zur Zahlung besteht.

    Die Deutsche Rentenversicherung weist seit Jahren darauf hin, dass viele Betroffene ihre Versicherungspflicht gar nicht kennen oder ihrer Meldepflicht nicht nachkommen. Das führt dazu, dass bestehende gesetzliche Regelungen nur unvollständig umgesetzt werden.

    Deutschland ist eher die Ausnahme

    In der öffentlichen Debatte entsteht oft der Eindruck, eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige sei etwas Ungewöhnliches. Tatsächlich ist eher das Gegenteil der Fall.

    In vielen europäischen Ländern sind Selbstständige bereits verpflichtend in die staatliche Altersvorsorge eingebunden. Das gilt für die große Mehrheit der EU-Staaten. Ausnahmen bestehen häufig nur für sehr kleine Nebentätigkeiten oder geringfügige selbstständige Einkünfte.

    Wer beispielsweise in Österreich, Frankreich, Italien, Spanien oder den Niederlanden selbstständig tätig ist, muss grundsätzlich Beiträge zur Alterssicherung leisten. Deutschland gehört damit zu den Ländern, die vielen Selbstständigen noch vergleichsweise große Freiheiten bei der Altersvorsorge lassen.

    Warum das auch die Betroffenen selbst trifft

    Die Diskussion wird oft so geführt, als gehe es nur um fehlende Einnahmen für die Rentenkasse. Tatsächlich betrifft das Problem aber auch die Selbstständigen selbst.

    Wer über Jahrzehnte keine ausreichende Altersvorsorge aufbaut, riskiert später eine deutlich niedrigere Rente oder sogar den Bezug von Grundsicherung im Alter. Besonders Solo-Selbstständige gelten seit Jahren als eine Gruppe mit erhöhtem Risiko für Altersarmut.

    Kommt bald eine allgemeine Versicherungspflicht?

    Seit Jahren wird darüber diskutiert, künftig alle neuen Selbstständigen in ein verpflichtendes Alterssicherungssystem einzubeziehen. Ziel wäre es, Versorgungslücken zu vermeiden und Altersarmut vorzubeugen.

    Die aktuelle Debatte zeigt vor allem eines: Bevor ständig über höhere Beiträge, längere Lebensarbeitszeiten oder zusätzliche Belastungen für Arbeitnehmer diskutiert wird, sollte zunächst sichergestellt werden, dass bestehende gesetzliche Pflichten konsequent umgesetzt werden.

    Denn wer versicherungspflichtig ist, sollte auch tatsächlich Beiträge zahlen – im Interesse der Rentenkasse, aber vor allem im eigenen Interesse für eine abgesicherte Altersvorsorge.


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  • Tagesgeld 2026 im Vergleich: Bis zu 4,0 % Zinsen sichern – Chase, BBVA und Norisbank im Check

    Tagesgeld 2026 im Vergleich: Bis zu 4,0 % Zinsen sichern – Chase, BBVA und Norisbank im Check

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    Die Zinsen sind zwar wieder gesunken, doch für Sparer gibt es weiterhin attraktive Tagesgeldangebote. Wer sein Geld auf einem unverzinsten Girokonto liegen lässt, verschenkt oft mehrere Hundert Euro pro Jahr. Ein Vergleich lohnt sich deshalb mehr denn je.

    Chase Tagesgeld: 4,0 % Zinsen für vier Monate

    Die Direktbank Chase, eine Tochter von J.P. Morgan, bietet Neukunden derzeit 4,0 % Zinsen pro Jahr für vier Monate. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben, was einen kleinen Zinseszinseffekt ermöglicht.

    Vorteile:

    • 4,0 % für vier Monate,
    • Monatliche Zinsgutschrift,
    • Kostenlose Kontoführung,
    • Einlagensicherung bis 100.000 Euro.

    Norisbank Tagesgeld: Ebenfalls 4,0 % für sechs Monate

    Auch die Norisbank bietet aktuell 4,0 % Zinsen pro Jahr, allerdings für sechs Monate. Damit zählt das Angebot zu den attraktivsten Tagesgeldaktionen auf dem deutschen Markt.

    Vorteile:

    • 4,0 % für sechs Monate
    • Lange Zinsgarantie
    • Deutsche Einlagensicherung

    Für das Angebot ist die Eröffnung eines Girokontos erforderlich.

    BBVA Tagesgeld: 3,0 % für sechs Monate

    Die spanische Großbank BBVA bietet Neukunden derzeit 3,0 % Zinsen pro Jahr für sechs Monate auf Guthaben bis 500.000 Euro. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben.

    Vorteile:

    • 3,0 % für sechs Monate,
    • Bis 500.000 Euro verzinsbar,
    • Monatliche Zinsgutschrift,
    • Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro.

    Tagesgeld-Vergleich: Worauf Anleger achten sollten

    Nicht nur der Zinssatz ist wichtig. Entscheidend sind auch:

    • Dauer der Zinsgarantie,
    • Höhe des maximal verzinsten Guthabens,
    • Einlagensicherung,
    • Zinsgutschrift,
    • Zinssatz nach Ablauf der Aktion.

    Viele Banken locken mit hohen Neukundenzinsen, senken diese jedoch nach Ende der Aktionsphase deutlich ab.

    Fazit: Welches Tagesgeldkonto lohnt sich 2026?

    Aktuell gehören Chase und Norisbank mit 4,0 % Tagesgeldzinsen zu den Spitzenreitern. Wer größere Beträge anlegen möchte und einen längeren Aktionszeitraum bevorzugt, findet bei der BBVA mit 3,0 % für sechs Monate eine interessante Alternative.

    Ein regelmäßiger Vergleich der Angebote bleibt der beste Weg, um auch 2026 attraktive Zinserträge zu erzielen und die Kaufkraft des Ersparten zu erhalten.

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