Kategorie: Unterstützungskasse

  • Die theoretischen TOP-Rentner bei der Deutschen Rentenversicherung Bund

    Die theoretischen TOP-Rentner bei der Deutschen Rentenversicherung Bund

    Wie hoch könnte theoretisch die höchste Rente von der Deutschen Rentenversicherung Bund sein?

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann
    Werner Hoffmann Renten-Experte.de

    Viele Rentner erhalten sicherlich nicht diese Maximalrenten, sondern ehe eine Rente, die eher bei 1.200 bis 2.100 Euro liegt.

    In diesem Artikel möchte ich jedoch einmal die theoretisch höchst mögliche Rente darstellen.

    Die Rente der gesetzlichen Rentenversicherung – wird eigentlich grob wie folgt berechnet.

    Die Altersrente wird bei Rentnern, die eine Regelaltersrente erhalten, wie folgt berechnet.

    Anzahl der Entgeltpunkte x 1,0 x aktueller Rentenwert x 1,0 = mtl. Bruttorente

    Top Rentner der deutschen Rentenversicherung
    Top Rentner der deutschen Rentenversicherung

    Beispiel:

    Ein Rentner, der eine Regelaltersrente erhält und immer im Durchschnitt aller Versicherten verdient hat, erhält nach 45 Versicherungsjahren:

    (45 Jahre x 1,0) x 39,62 x 1 = 1.782,90 Bruttomonatsrente

    ————————————–

    Hat der Rentner immer das 1,2-fache des Durchschnittsverdient, dann errechnet sich die Altersrente wie folgt:

    (45 Jahre x 1,2) x 39,62 x 1 = 2.139,48 Bruttomonatsrente

    —————————————

    Wer im Durchschnitt nur das 0,8-fache des Durchschnitts verdient hatte, erhält eine mtl. Rente:

    (45 Jahre x 0,8) x 39,62 x 1 = 1.426,32 mtl. Bruttorente

    Altersrente Flexirente Vorruhestand
    Altersrente Flexirente Vorruhestand

    Ist die Rente nach oben maximiert? Ja, denn es werden nur Beiträge bis zur sogenannten Beitragsbemessungsgrenze eingezahlt. Dadurch ergeben sich die Entgeltpunkte – je nach Kalenderjahr recht unterschiedlich.

    Die nachfolgende Tabelle zeigt die Höchstrenten und und Durchschnittsrenten, abhängig von der Anzahl der Beitragsjahre. Bestimmte beitragsfreie Zeiten oder andere Beitragszeiten (die z. B. Pflege- oder Kindererziehungszeiten belegen) wurden hier nicht berücksichtigt.

    Hier geht es lediglich um die Darstellung der Beitragszeiten und der Auswirkung.

    Folgendes Beispiel:

    Hartmut F. hat von 1975 bis einschließlich 2024 insgesamt 50 Jahre immer den Höchstbeitrag in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt. Wie hoch könnte seine Rente maximal sein?
    Hartmut könnte maximal eine Rente von 3.797,96 Euro erreichen (95,8596 x 39,62 €).

    Sein Bruder Sebastian hatte „nur“ 45 Jahre den Höchstbeitrag eingezahlt. Sebastian würde für die 45 Jahre Höchstbeitrag eine Bruttorente von 3.541,92 Euro erreichen.

    Theoretisch könnte die Rente von Sebastian aber trotzdem höher sein, wenn

    Sebastian beispielsweise eine einmalige Sonderzahlung an die Rentenversicherung geleistet hätte (z. B. 2022: 30.000 € und 2023: 35.000 €), dann würden dies zusätzlich ca. 8,5 Entgeltpunkte zusätzlich ergeben.

    Dann hätte Sebastian 89,372 + 8,5 entgeltpunkte und würde 97,872 Entgeltpunkte und somit eine Regelaltersrente von 3.877,69 Euro Brutto.

    Einmalige Sonderzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung sind nicht in unbeschränkter Höhe möglich und müssen vor der Zahlung genau überlegt werden.

    Es gibt viele Vorteile, aber auch Nachteile, die individuell zu prüfen sind. Hierbei kann ein Rentenberater sehr gut behilflich sein.

    Rentenberater sind von der gesetzlichen Rentenversicherung unabhängig und sind gegen Honorar tätig. Rentenberater sind im Bereich gesetzliche Rentenversicherung und betriebliche Altersversorgung Spezialisten und dürfen nicht gleichzeitig im Vertrieb der Altersversorgung tätig sein (Beispiel Makler, Versicherungsvertreter).

    Ein Rentenberater ist vergleichbar mit der Funktion des Steuerberaters im Bereich Steuern.

    Die oben genannten Beispiele sind jedoch absolute Theoriebeispiele, denn ein Rentner, der 50 Jahre über der Beitragsbemessungsgrenze verdient hat gibt es definitiv nicht.

    Trotzdem gibt es etwa 50 TOP-Rentner. So gibt es einen TOP-Rentner, der nach der Ausbildung fast durchgängig über der Beitragsbemessungsgrenze verdient hat und durch eine entsprechend hohe Sonderzahlung nach 46 Versicherungsjahren insgesamt rund 92 Entgeltpunkte erreicht hat.

    92 Entgeltpunkte ergeben immerhin eine mtl. Bruttorente von 3.645 Euro. Ab 2025 steigt dann diese Altersrente wieder an, weil dann der aktuelle Rentenwert wohl 42,0 beträgt.

    Allerdings ist von dieser Rente noch

    • der Krankenversicherungsbeitrag (50 % bezahlt die GRV als Zuschuss)
    • der volle Pflegepflichtversicheurngsbeitrag
    • und die Einkommensteuer

    abgezogen werden.

    Insofern sind von der Bruttorente bei einem ledigen noch 900 Euro, bei einem Verheirateten noch ca. 600 Euro abzuziehen.

    Die NETTORENTE beträgt somit maximal etwa 2.700 bis 3.000 Euro.

    Keine Frage, dies ist sicherlich eine Rente, von der man noch überdurchschnittlich gut leben kann. Und meist haben diese TOP-Rentner auch durch eine betriebliche Altersversorgung, private Vorsorge und Wohneigentum gut vorgesorgt.

    Übrigens: Insgesamt gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung derzeit nur 50 Rentner, die eine Rente um die 3.000 Euro Netto zur Verfügung haben.


    Wie sieht es aber bei einem Durchschnittsverdiener aus?

    Ein Durchschnittsverdiener (derzeitiger Jahresverdienst: 45.359 Euro) erhält nach 45 Versicherungsjahren eine Bruttomonatsrente von 1.782,90 Euro. Nach Abzug von Krankenversicherung und Pflegepflichtversicherung sowie Steuern eine NETTO-Rente von ca. 1.450 bis 1550 Euro.

    Zieht man noch die Miete ab, die oft schon mit Nebenkosten 1.000 Euro beträgt, dann bleibt nicht mehr viel zum Leben übrig.

    Generationenproblem Umlagesystem kann nicht mehr funktionieren
    Die Altersrente alleine reicht oft nicht mehr

    TIPP:

    Auch wenn die Bruttorente zunächst hoch ausschaut, sollte immer überprüft werden, ob auch noch Anspruch auf Wohngeld besteht. Und auch bei kleineren Renten kann noch Anspruch auf Grundsicherung (Bürgergeld) bestehen.

    Welche Einschränkungen drohen für Rentner mit Durchschnittsrente oder kleinen Renten?

    Sollten in der nächsten Legislaturperiode die CDU, CSU, FDP oder gar die AfD in der Regierung sein, werden die Rentner davon sehr stark negativ getroffen. Alle diese Parteien wollen beispielsweise das Bürgergeld verringern oder gar am liebsten abschaffen.

    Einzelne Politiker dieser Parteien haben schon Überlegungen angestellt, „den Warenkorb anders zu gestalten, damit das Existenzminimum reduziert werden könnte“…..

    Ginge es nach der AfD, dann würde die gesetzliche Rente sowieso privatisiert.

    Steuern auf Rente - Wohngeld hilft
    Steuern auf Rente – Wohngeld hilft

    Zusätzlich kann auch noch unabhängig vom Einkommen Anspruch auf eine Pflegeleistung bestehen, denn es gibt durchaus viele Rentner, die dauerhaft Einschränkungen haben und andere Menschen helfen müssen.

    Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung
    Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung

  • Rente steigt zum 1.7.2024 um 4,57 Prozent

    Zum Dritten Mal in Folge Rentenerhöhung über 4 Prozent

    Ein Beitrag von Werner Hoffmann

    Werner Hoffmann Rentenberater
    Werner Hoffmann www.Renten-Experte.de

    Nachdem im letzten Jahr der aktuelle Rentenwert Ost aufgrund der höheren Lohnsteigerung in den neuen Bundesländern bereits den West-Wert erreicht hat, erfolgt die Anpassung der Renten nun zum ersten Mal bundeseinheitlich. Gleichzeitig treten zum 1. Juli Verbesserungen für EM-Rentnerinnen und EM-Rentner (Anm. der Red.: EM = Erwerbsminderung) in Kraft.

    Kommentar von Hubertus Heil:

    „Es ist eine gute Nachricht für die Rentnerinnen und Rentner, dass die Renten im Juli um 4,57 Prozent steigen. Der starke Arbeitsmarkt und gute Lohnabschlüsse machen das möglich. Die Rentenanpassung fällt in diesem Jahr erstmalig in ganz Deutschland gleich aus und liegt deutlich über der Inflationsrate. 34 Jahre nach der Deutschen Einheit ist das ein Meilenstein für unser Land. Arbeit ist in Ost und West mit Blick auf die Rente gleich viel wert! Damit die Rente auch zukünftig für alle verlässlich bleibt, die heute arbeiten und fleißig sind, stabilisieren wir mit dem Rentenpaket II die gesetzliche Rente dauerhaft und entlasten gleichzeitig mit dem Generationenkapital die zukünftigen Beitragszahler. Damit stellen wir sicher, dass auch die junge Generation zukünftig vom Wachstum profitiert und nicht im Vergleich zur arbeitenden Bevölkerung ärmer wird. Stabile Renten sind kein Luxus, sondern seit Jahrzehnten Grundlage unserer sozialen Marktwirtschaft und Garant für Stabilität und sozialen Frieden.“

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil

    Neben der allgemeinen Lohnentwicklung wird durch den #Nachhaltigkeitsfaktor

    • die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses von Rentenbeziehenden
    • zu Beitragszahlenden bei der Anpassung der Renten

    berücksichtigt.

    In diesem Jahr wirkt sich der Nachhaltigkeitsfaktor bedingt durch die demografischen Entwicklung mit -0,16 Prozentpunkten dämpfend auf die Rentenanpassung aus, weshalb das Rentenniveau ohne Haltelinie unter 48 Prozent sinken würde.
    Da der Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung unverändert geblieben ist, wirkt sich der sog. Beitragssatzfaktor in diesem Jahr nicht auf die Rentenanpassung aus.

    Rente www.renten-Experte.de Rentenexperte

    Aktueller Rentenwert

    Der Aktuelle Rentenwert steigt hierdurch auf 39,32 Euro.

    Wer 45 Jahre immer im Durchschnitt verdient hat, erhält somit eine Bruttorente von:

    1 x 45 Jahre x 39,32 Euro = 1.769,40 Euro

    Davon ist noch:

    • der Krankenversicherungsbeitrag,
    • der volle pflegepflichtbeitrag
    • und ggf. Steuern
      abzuziehen.

    Der Standardrentner erhält zum 1.7.2024 eine Rentenerhöhung von Brutto 77,40 Euro Brutto (wenn 45 Beitragsjahre vorhanden sind).

    Wie hoch könnte die TOP-Rente bei 50 Jahren Höchstbeitrag sein?

    Wer 50 Beitragsjahre in der Rentenversicherung erreicht hat und in jedem Jahr theoretisch im Durchschnitt das Doppelte eines Durchschnittsverdieners in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, erhält pro Versichertenjahr maximal ca. 2 Entgeltpunkte.

    Daraus ergeben sich dann:

    2 Entgeltpunkte x 50 Jahre x 39,32 Entgeltpunkte = 3.932 Euro Bruttorente

    Selbst TOP-Verdiener, die im ganzen Berufsleben immer den Höchstbeitrag eingezahlt haben, erhalten diese Rente maximal.

    Wer „nur“ 45 Berufsjahre eingezahlt hat, könnte durch Aufstockung mit Einmalbeiträgen maximal diese Höchstrente erreichen.

    Dies macht deutlich, dass eine zusätzliche Altersversorgung für jeden Erwerbstätigen dringend notwendig ist.

    NEWS bAV-Experte
    NEWS bAV-Experte

    Neben der betrieblichen Altersversorgung sollte auch ein mietfreies Wohnen im Alter und eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung im Mittelpunkt stehen.

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