Schlagwort: #Hinterbliebenenrente

  • Große Witwenrente 2026: Diese neue Altersgrenze sollten Hinterbliebene unbedingt kennen

    Große Witwenrente 2026: Diese neue Altersgrenze sollten Hinterbliebene unbedingt kennen

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann. - Rentenberater und Prozessbevollmächtigter
    Werner Hoffmann. – Rentenberater und Prozessbevollmächtigter.

    Wer im Jahr 2026 seinen Ehepartner verliert, sollte eine wichtige Regel bei der großen Witwen- oder Witwerrente kennen. Denn die maßgebliche Altersgrenze steigt weiter.

    Bei einem Todesfall im Jahr 2026 wird die große Witwen- oder Witwerrente allein aufgrund des Lebensalters grundsätzlich erst ab 46 Jahren und 6 Monaten gezahlt.

    Der Hintergrund: Die frühere Altersgrenze von 45 Jahren wird seit 2012 schrittweise angehoben. Entscheidend ist dabei nicht das Jahr, in dem der Rentenantrag gestellt wird, sondern grundsätzlich das Todesjahr des versicherten Ehepartners.

    Die Altersgrenzen lauten:

    2024: 46 Jahre und 2 Monate
    2025: 46 Jahre und 4 Monate
    2026: 46 Jahre und 6 Monate
    2027: 46 Jahre und 8 Monate
    2028: 46 Jahre und 10 Monate
    ab 2029: 47 Jahre

    Doch wichtig: Das Mindestalter ist nicht die einzige Voraussetzung, über die eine große Witwen- oder Witwerrente entstehen kann.

    Nach § 46 SGB VI kann die große Hinterbliebenenrente auch gezahlt werden, wenn der überlebende Ehepartner erwerbsgemindert ist oder ein eigenes Kind beziehungsweise ein Kind des verstorbenen Ehepartners erzieht, das das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

    Bei einem behinderten Kind, das sich nicht selbst unterhalten kann, können besondere Regelungen auch über das 18. Lebensjahr hinaus greifen.

    Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt und wurde die Altersgrenze noch nicht erreicht, kommt grundsätzlich zunächst die kleine Witwen- oder Witwerrente in Betracht.

    Nach dem neuen Hinterbliebenenrecht wird diese grundsätzlich höchstens für 24 Kalendermonate nach Ablauf des Sterbemonats gezahlt.

    Auch bei der Höhe gibt es einen deutlichen Unterschied:

    Die große Witwenrente beträgt grundsätzlich 55 Prozent der maßgebenden Rente des verstorbenen Ehepartners.

    Unter bestimmten Voraussetzungen des alten Hinterbliebenenrechts können weiterhin 60 Prozent gezahlt werden.

    Die kleine Witwenrente beträgt grundsätzlich 25 Prozent.

    Zusätzlich muss geprüft werden, ob eigenes Einkommen auf die Hinterbliebenenrente angerechnet wird. Deshalb sagt die errechnete Bruttowitwenrente noch nicht automatisch aus, welcher Betrag später tatsächlich überwiesen wird.

    Mein Tipp: Gerade bei Todesfällen rund um die jeweilige Altersgrenze sollte genau geprüft werden, ob zunächst die kleine Witwenrente gezahlt wird und ab welchem Zeitpunkt anschließend ein Anspruch auf die große Witwenrente entsteht.

    Ebenso wichtig ist die Prüfung, ob altes oder neues Hinterbliebenenrecht anzuwenden ist. Das kann bei der Rentenhöhe einen erheblichen Unterschied machen.

    Rechtsgrundlagen: § 46 SGB VI und § 242a SGB VI

    #Witwenrente #Hinterbliebenenrente #Rente2026 #Rentenversicherung #Rentenberater

    Hinweis zu den Bildern: Die verwendeten Bilder können mit künstlicher Intelligenz erstellt worden sein und dienen der symbolischen Darstellung.

  • Fast jede zweite Witwenrente wird gekürzt – Viele Betroffene verschenken Geld

    Fast jede zweite Witwenrente wird gekürzt – Viele Betroffene verschenken Geld

    Ein Beitrag von

    Unabhängiger Rentenberater Werner Hoffmann.

    Die Witwen- oder Witwerrente soll Hinterbliebene finanziell absichern. Doch viele Betroffene erleben eine böse Überraschung: Fast jede zweite Hinterbliebenenrente wird gekürzt.

    Nach aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung werden in Deutschland rund 4,39 Millionen Witwenrenten und etwa 753.000 Witwerrenten gezahlt. Bei einem erheblichen Teil erfolgt eine Kürzung durch die gesetzliche Einkommensanrechnung.

    Besonders betroffen sind Witwer. Während bei Witwen rund 38 Prozent der Renten gekürzt werden, liegt die Quote bei Witwern sogar bei über 50 Prozent. Die durchschnittlichen Kürzungen betragen bei Witwen rund 147 Euro und bei Witwern etwa 250 Euro monatlich.

    Grund dafür ist eigenes Einkommen. Übersteigt dieses den gesetzlichen Freibetrag, werden 40 Prozent des darüber liegenden Betrages auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.

    Betroffen sein können neben Arbeitslohn und gesetzlichen Renten auch Betriebsrenten sowie weitere Einkommensarten. Viele Hinterbliebene empfinden dies als ungerecht.

    Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Alt- und Neurecht. In bestimmten Altfällen gelten weiterhin günstigere Regelungen. Nach § 114 SGB IV können einzelne Einkommensarten von der Anrechnung ausgeschlossen sein.

    Sehr oft werden leider auch Fehler bei der Beantragung, der Wahl der Strategie oder sogar bei der Rentenberechnung gemacht. Durch bestimmte Gestaltungen kann das anrechenbare Einkommen rechnerisch reduziert werden.

    In anderen Fällen können Einkommensarten anders bewertet oder Fehler bei der Berücksichtigung von Betriebsrenten korrigiert werden. Gerade bei der betrieblichen Altersversorgung kommt es immer wieder zu fehlerhaften Bewertungen.

    Viele Betroffene verschenken dadurch Monat für Monat Geld. Wer Zweifel an der Berechnung oder der Anrechnung von Einkommen hat, sollte seinen Bescheid unabhängig überprüfen lassen. Hierfür kann die Beratung durch einen unabhängigen Rentenberater sinnvoll sein.

    Fest steht: Bei der Witwen- und Witwerrente entscheidet nicht nur die Höhe des Einkommens, sondern auch die richtige rechtliche und strategische Prüfung über die tatsächliche Rentenhöhe.

    #Witwenrente #Witwerrente #Hinterbliebenenrente #Rentenberatung #Rente2026

  • Fast jede zweite Witwenrente wird gekürzt – Viele Betroffene verschenken Geld

    Fast jede zweite Witwenrente wird gekürzt – Viele Betroffene verschenken Geld

    Ein Beitrag von

    Unabhängiger Rentenberater Werner Hoffmann.

    Die Witwen- oder Witwerrente soll Hinterbliebene finanziell absichern. Doch viele Betroffene erleben eine böse Überraschung: Fast jede zweite Hinterbliebenenrente wird gekürzt.

    Nach aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung werden in Deutschland rund 4,39 Millionen Witwenrenten und etwa 753.000 Witwerrenten gezahlt. Bei einem erheblichen Teil erfolgt eine Kürzung durch die gesetzliche Einkommensanrechnung.

    Besonders betroffen sind Witwer. Während bei Witwen rund 38 Prozent der Renten gekürzt werden, liegt die Quote bei Witwern sogar bei über 50 Prozent. Die durchschnittlichen Kürzungen betragen bei Witwen rund 147 Euro und bei Witwern etwa 250 Euro monatlich.

    Grund dafür ist eigenes Einkommen. Übersteigt dieses den gesetzlichen Freibetrag, werden 40 Prozent des darüber liegenden Betrages auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.

    Betroffen sein können neben Arbeitslohn und gesetzlichen Renten auch Betriebsrenten sowie weitere Einkommensarten. Viele Hinterbliebene empfinden dies als ungerecht.

    Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Alt- und Neurecht. In bestimmten Altfällen gelten weiterhin günstigere Regelungen. Nach § 114 SGB IV können einzelne Einkommensarten von der Anrechnung ausgeschlossen sein.

    Sehr oft werden leider auch Fehler bei der Beantragung, der Wahl der Strategie oder sogar bei der Rentenberechnung gemacht. Durch bestimmte Gestaltungen kann das anrechenbare Einkommen rechnerisch reduziert werden.

    In anderen Fällen können Einkommensarten anders bewertet oder Fehler bei der Berücksichtigung von Betriebsrenten korrigiert werden. Gerade bei der betrieblichen Altersversorgung kommt es immer wieder zu fehlerhaften Bewertungen.

    Viele Betroffene verschenken dadurch Monat für Monat Geld. Wer Zweifel an der Berechnung oder der Anrechnung von Einkommen hat, sollte seinen Bescheid unabhängig überprüfen lassen. Hierfür kann die Beratung durch einen unabhängigen Rentenberater sinnvoll sein.

    Fest steht: Bei der Witwen- und Witwerrente entscheidet nicht nur die Höhe des Einkommens, sondern auch die richtige rechtliche und strategische Prüfung über die tatsächliche Rentenhöhe.

    #Witwenrente #Witwerrente #Hinterbliebenenrente #Rentenberatung #Rente2026