Tag: 18. April 2026

  • Abmahnwelle rollt: Warum „unabhängig“ für Versicherungsmakler jetzt zur gefährlichen Falle wird!

    Abmahnwelle rollt: Warum „unabhängig“ für Versicherungsmakler jetzt zur gefährlichen Falle wird!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    Unabhängiger Rentenberater (RDG)

    Derzeit gehen der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und weitere Verbraucherschützer verstärkt gegen Versicherungsmakler vor, die in ihrer Werbung mit dem Begriff „unabhängig“ auftreten. Der Vorwurf: irreführende Werbung.

    Hintergrund ist die aktuelle Rechtsprechung – unter anderem durch das Oberlandesgericht Köln (Az.: 6 U 63/25). Die Gerichte stellen klar: Wer Provisionen oder Courtagen von Versicherungsunternehmen erhält, kann nicht gleichzeitig als vollständig unabhängig gelten.

    Versicherungsmakler erhalten ihre Vergütung in der Regel von den Versicherern. Dadurch entsteht ein möglicher Interessenkonflikt, denn die Produktauswahl beeinflusst direkt die eigene Bezahlung. Auch wenn Makler nicht an einzelne Unternehmen gebunden sind, bedeutet das laut Rechtsprechung keine echte Neutralität.

    Die Werbung mit „Unabhängigkeit“ suggeriert jedoch genau das – und wird deshalb zunehmend untersagt.

    Besonders deutlich wird die Abgrenzung zum Versicherungsberater: Dieser arbeitet ausschließlich auf Honorarbasis, wird also direkt vom Kunden bezahlt und erhält keine Provisionen. Nur so ist echte finanzielle Unabhängigkeit gegeben.

    Wichtig für Verbraucher:
    Begriffe wie „unabhängig“ sind kein bloßes Marketingdetail, sondern entscheidend für die Objektivität einer Beratung.

    Unabhängig können sich in der Versicherungsbranche nur die #Versicherungsberater nennen, da ein Versicherungsberater vom Kunden direkt bezahlt wird und keine Provisionen erhält.

    In der gesetzlichen Rentenberatung gilt: Unabhängig darf sich ausschließlich ein Rentenberater nennen. Der Begriff „Rentenberater“ ist gesetzlich geschützt.

    Mitarbeiter der gesetzlichen Rentenversicherung, Versicherungsälteste oder kommunale Versicherungsämter dürfen sich nicht als „Rentenberater“ oder „unabhängig“ bezeichnen, da sie nur Anträge aufnehmen und keine entgeltliche strategische Beratung leisten.

    Wer sich unbefugt als Rentenberater bezeichnet, begeht eine Ordnungswidrigkeit nach § 20 RDG und riskiert ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

    Gleiches gilt, wenn ein Makler sich unzulässig als Rentenberater registrieren lässt oder seine Maklertätigkeit verschweigt – auch hier drohen Bußgelder und der Entzug der Registrierung.


    #Versicherungsmakler #Unabhängigkeit #Rentenberater #Verbraucherschutz #Rechtsdienstleistungsgesetz

  • Rentenfalle: Warum der Rentenantrag plötzlich den Job kosten kann

    Rentenfalle: Warum der Rentenantrag plötzlich den Job kosten kann

    Rentenfalle: Warum der Rentenantrag plötzlich den Job kosten kann

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann. – Unabhängiger Rentenberater – www.Renten-Experte.de

    Viele Arbeitnehmer gehen davon aus, dass der Übergang in die Rente problemlos verläuft – doch genau hier lauert eine oft unterschätzte Gefahr. Ein aktueller Fall, über den auch das Handelsblatt berichtet hat, zeigt deutlich: Der Rentenantrag kann rechtlich das Ende des Arbeitsverhältnisses bedeuten.

    Im konkreten Fall beantragte ein Arbeitnehmer eine Altersrente und wollte gleichzeitig weiterarbeiten. Der Arbeitgeber verwies jedoch auf eine arbeitsvertragliche Klausel, wonach das Arbeitsverhältnis automatisch endet, sobald ein Anspruch auf Altersrente besteht.

    Das bestätigte auch das Landesarbeitsgericht Kiel im Urteil (Az.: 5 Sa 66/25). Grundlage ist zudem die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts. Danach sind sogenannte auflösende Bedingungen zulässig. Bedeutet: Besteht ein Rentenanspruch, kann das Arbeitsverhältnis automatisch enden – ohne Kündigung.

    Entscheidend ist also nicht nur der Rentenbezug, sondern bereits der Rentenanspruch. Wer einen Antrag stellt, kann damit selbst die Beendigung seines Jobs auslösen.

    Viele Betroffene wissen nicht, dass solche Klauseln existieren. Gleichzeitig entstehen oft weitere Nachteile:

    • Wegfall arbeitsvertraglicher Ansprüche,
    • Auswirkungen auf die betriebliche Altersversorgung (bAV),
    • Nachteile bei privaten Rentenverträgen,
    • steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Folgen,
    • Verlust wichtiger Gestaltungsmöglichkeiten.

    Gerade bei Teilrente oder Weiterbeschäftigung ist die Lage komplex. Ein vorschneller Rentenantrag kann langfristige finanzielle Nachteile auslösen, die später kaum korrigierbar sind.

    Auch wichtig: Eine Weiterbeschäftigung muss meist neu vereinbart werden – ein automatisches Weiterarbeiten gibt es häufig nicht.

    Wichtiger Hinweis:

    Wer in der Rente weiterarbeiten möchte, sollte vor dem Antrag unbedingt eine individuelle Beratung durchführen. Nur so lässt sich klären, welche Nachteile entstehen können und wie man diese vermeidet.

    Das betrifft nicht nur den möglichen Verlust des Arbeitsplatzes, sondern auch Eingriffe in bbetriebliche und private Altersvorsorge.

    Gerade hier zeigt sich der Unterschied: Eine strategische Bewertung erfolgt durch einen spezialisierten Rentenberater.

    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de

    Werner Hoffmann
    Unabhängiger Rentenberater (RDG)

    WhatsApp: +49 7156 34354
    Text: „Ich bitte um Rückmeldung wegen Rente und Weiterbeschäftigung“

    Festnetz: 07156 967-1900

    #Rente #Arbeitsrecht #Weiterarbeiten #Betriebsrente #Rentenberatung