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  • Einmalige Chance im bestehenden Minijob wieder in die Versicherungspflicht zu kommen

    Einmalige Chance im bestehenden Minijob wieder in die Versicherungspflicht zu kommen

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann – Rentenberater (RDG) – www.Renten-Experte.de

    Für Millionen Minijobber gibt es ab dem 1. Juli 2026 eine wichtige Änderung. Wer sich in einem bestehenden Minijob bisher von der Rentenversicherungspflicht befreien ließ, erhält künftig einmalig die Möglichkeit, wieder in die Versicherungspflicht zurückzukehren.

    Bislang war die Befreiung grundsätzlich endgültig. Viele Beschäftigte verzichteten damals auf eigene Rentenbeiträge, um monatlich etwas mehr netto zu erhalten. Künftig kann diese Entscheidung einmalig korrigiert werden.

    Warum die Versicherungspflicht wichtig sein kann

    Wer im Minijob rentenversicherungspflichtig ist, sammelt vollwertige Pflichtbeitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese Zeiten können wichtig sein:

    • für die 35-jährige Wartezeit,
    • für die 45-jährige Wartezeit,
    • für Reha-Leistungen,
    • für Hinterbliebenenleistungen,
    • und besonders für den Schutz bei Erwerbsminderung.

    Denn bei der Erwerbsminderungsrente müssen häufig innerhalb der letzten fünf Jahre mindestens 36 Monate mit Pflichtbeiträgen vorhanden sein. Genau hier kann ein versicherungspflichtiger Minijob entscheidend sein.

    Viele Versicherte unterschätzen deshalb, wie wichtig selbst kleine Rentenbeiträge später werden können.

    Was kostet die Rentenversicherung?

    Im gewerblichen Minijob zahlt der Arbeitgeber bereits pauschal 15 Prozent zur Rentenversicherung. Arbeitnehmer zahlen nur den kleinen Differenzbetrag.

    Trotz geringer eigener Beiträge entstehen dadurch vollwertige Rentenzeiten.

    Gerade Menschen kurz vor wichtigen Wartezeiten sollten deshalb prüfen, ob die Versicherungspflicht strategisch sinnvoll sein kann.

    So funktioniert die Rückkehr

    Die Aufhebung der bisherigen Befreiung muss beim Arbeitgeber beantragt werden. Dieser meldet die Änderung an die Minijob-Zentrale.

    Die Änderung gilt erst ab dem Folgemonat und nicht rückwirkend.

    Wichtig:
    Die Entscheidung gilt einheitlich für alle gleichzeitig bestehenden Minijobs.

    Aber Vorsicht: Die Entscheidung ist endgültig

    Die neue Möglichkeit gibt es nur einmal.

    Wer künftig wieder rentenversicherungspflichtig wird, kann sich später im selben Minijob nicht erneut befreien lassen.

    Deshalb sollte die Entscheidung gut überlegt werden.

    Gerade bei Erwerbsminderung, Schwerbehinderung oder fehlenden Versicherungszeiten kann eine strategische Prüfung durch einen unabhängigen Rentenberater sinnvoll sein.

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    #Minijob #Rentenversicherung #Erwerbsminderungsrente #Rente #Sozialversicherung

  • Erwerbsminderungsrente: Warum die „5-5-3-Regel“ über die EM-Rente entscheiden kann

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG).– www.Renten-Experte.de

    Viele Versicherte glauben, dass bei schwerer Krankheit automatisch Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente besteht. Genau das ist jedoch ein gefährlicher Irrtum. Neben den medizinischen Voraussetzungen müssen auch wichtige versicherungsrechtliche Bedingungen erfüllt werden. Besonders entscheidend ist dabei die sogenannte „5-5-3-Regel“.

    Wer diese Regel nicht erfüllt, kann trotz schwerer Erkrankung leer ausgehen.

    Was bedeutet die 5-5-3-Regel?

    Die gesetzliche Grundlage findet sich in § 43 SGB VI. Vereinfacht bedeutet die Regel:

    • mindestens 5 Jahre Versicherungszeit,
    • innerhalb der letzten 5 Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung,
    • mindestens 3 Jahre Pflichtbeiträge.

    Genau an diesem Punkt scheitern viele Betroffene.

    Denn nicht jede Zeit zählt automatisch als Pflichtbeitragszeit. Gerade längere Phasen ohne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung können später zum Problem werden.

    Warum die letzten fünf Jahre so wichtig sind

    Die Deutsche Rentenversicherung prüft nicht nur, ob überhaupt Beiträge vorhanden sind. Entscheidend ist vor allem, ob in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung genügend Pflichtbeiträge vorhanden sind.

    • längere Zeiten ohne Beschäftigung,
    • Minijobs ohne Rentenversicherungspflicht,
    • längere Selbstständigkeit ohne Pflichtversicherung,
    • fehlende Meldungen oder Lücken im Versicherungsverlauf.

    Besonders kritisch wird es oft bei Menschen, die wegen Krankheit bereits längere Zeit aus dem Berufsleben ausgeschieden sind.

    Viele verwechseln Berufsunfähigkeit mit Erwerbsminderung

    Viele glauben, dass sie automatisch eine EM-Rente erhalten, wenn sie ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können.

    Das stimmt meistens nicht.

    Bei der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente zählt nicht der bisherige Beruf, sondern die Frage, ob überhaupt noch irgendeine Tätigkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt möglich ist.

    • unter 3 Stunden: volle Erwerbsminderung,
    • 3 bis unter 6 Stunden: teilweise Erwerbsminderung,
    • ab 6 Stunden: meist keine EM-Rente.

    Strategische Fehler können teuer werden

    Gerade bei längerer Krankheit entstehen häufig gefährliche Versorgungslücken. Viele verlassen sich darauf, dass Krankengeld oder Arbeitslosigkeit automatisch abgesichert sind.

    Doch genau hier entstehen oft Probleme:

    • fehlende Pflichtbeiträge,
    • falsche Zeitpunkte beim Antrag,
    • ungeklärte Versicherungsverläufe,
    • fehlende Nachweise.

    Welche Wege wann bei möglicher Erwerbsminderung eingeschlagen werden — etwa Krankengeld, Arbeitslosigkeit oder Schwerbehindertenrente — muss immer individuell strategisch geprüft werden.

    Denn falsche Entscheidungen können später dauerhaft mehrere hundert Euro monatlich kosten.

    Fazit

    Die Erwerbsminderungsrente hängt nicht nur von Krankheiten oder Gutachten ab. Häufig entscheidet bereits die versicherungsrechtliche Situation über Erfolg oder Ablehnung.

    Die sogenannte 5-5-3-Regel gehört deshalb zu den wichtigsten Voraussetzungen überhaupt.

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    #Erwerbsminderungsrente #EMRente #Rente #DRV #Sozialrecht

  • Teil 23a: Gesetzliche Rente in Slowenien – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann

    – Rentenberater (RDG) -.

    Slowenien besitzt ein stark staatlich geprägtes Rentensystem. Die gesetzliche Altersversorgung basiert auf einer breiten Pflichtversicherung, hohen Sozialbeiträgen und massiven staatlichen Zuschüssen zur Stabilisierung der Rentenkasse.

    Pflichtversicherung

    Slowenien:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige grundsätzlich eingebunden,
    – Beamte eingebunden.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    👉 In Slowenien sind deutlich mehr Berufsgruppen gesetzlich abgesichert.

    Wartezeit

    Slowenien:
    – Mindestversicherungszeit grundsätzlich ca. 15 Versicherungsjahre,
    – volle Altersrente meist erst nach längeren Versicherungszeiten.

    Deutschland:
    – Mindestwartezeit meist 5 Jahre,
    – für besonders langjährig Versicherte 45 Jahre.

    Beitragsbeteiligung

    Die gesetzliche Altersversorgung wird über Pflichtbeiträge und hohe staatliche Zuschüsse finanziert.

    Slowenien:
    – Arbeitgeber ca. 8,85 %,
    – Arbeitnehmer ca. 15,5 %,
    – Gesamt ca. 24,35 %.

    👉 Arbeitnehmer tragen in Slowenien einen deutlich höheren Anteil der Finanzierung.

    👉 Slowenien ist eines der wenigen europäischen Länder, in denen Arbeitnehmer einen höheren Rentenbeitrag zahlen als in Deutschland.

    Diese Beiträge finanzieren:
    ✅ Altersrente
    ✅ Hinterbliebenenschutz
    ✅ Invalidität

    Massive Staatszuschüsse

    Slowenien stützt die gesetzliche Rente zusätzlich massiv über den Staatshaushalt.

    👉 Staatliche Zuschüsse gehören dort fest zur Finanzierung der gesetzlichen Altersversorgung.

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %
    – Gesamt 18,6 %

    👉 Deutschland finanziert die gesetzliche Rentenversicherung überwiegend über Beiträge der Erwerbstätigen.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Slowenien:
    – Durchschnittsverdienst ca. 2400 bis 2800 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 800 bis 1100 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4300 bis 4500 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 € brutto monatlich.

    👉 Trotz deutlich niedrigerer Einkommen erreicht Slowenien teilweise vergleichbare Rentenniveaus.

    Resümee

    Slowenien setzt auf hohe Pflichtbeiträge, breite Pflichtversicherung und massive staatliche Zuschüsse.

    👉 Die zentrale Erkenntnis:
    Slowenien stabilisiert seine gesetzliche Rente deutlich stärker über den Staatshaushalt als Deutschland.

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    #Slowenien #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • Teil 17a: Gesetzliche Rente in Irland – Vergleich mit Deutschland

    Teil 17a: Gesetzliche Rente in Irland – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG). –

    Irland besitzt ein deutlich anders aufgebautes Rentensystem als Deutschland. Die gesetzliche Altersrente ist stärker als Grundabsicherung ausgestaltet. Zusätzlich spielen betriebliche und private Vorsorge eine wesentlich größere Rolle.

    Funktionsprinzip

    Irland:
    – staatliche Grundrente,
    – steuerfinanzierte Elemente,
    – starke private Vorsorge.

    Deutschland:
    – gesetzliche Umlagerente mit Entgeltpunkten.

    Irland setzt stärker auf zusätzliche private Absicherung.

    Pflichtversicherung

    Irland:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige eingebunden,
    – Beamte stärker staatlich abgesichert als in Deutschland.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    In Irland sind deutlich mehr Berufsgruppen staatlich abgesichert.

    Beitragsbeteiligung

    In Irland erfolgt die Finanzierung über das sogenannte PRSI-System.

    Daraus werden gemeinsam finanziert:

    • Altersrente
    • Hinterbliebenenschutz
    • Invalidität
    • Krankheit

    Irland:
    – Arbeitnehmer ca. 4,2 %
    – Arbeitgeber ca. 11,25 %

    Auch in Irland übernimmt der Arbeitgeber den größeren Teil der Sozialversicherungsbeiträge.

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %

    Deutschland finanziert die gesetzliche Rentenversicherung exakt 50:50.

    Beitragsbemessungsgrenze

    Irland:
    – keine klassische starre BBG wie in Deutschland.

    Deutschland:
    – BBG 2026 West ca. 8050 € brutto monatlich.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Irland:
    – Durchschnittsverdienst häufig über 4500 €
    – staatliche Altersrente häufig ca. 1300 bis 1500 €

    Deutschland:
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 €

    Die irische gesetzliche Rente soll vor allem eine Grundabsicherung darstellen.

    Resümee

    Irland kombiniert staatliche Grundabsicherung mit stärkerer privater Vorsorge.

    Die zentrale Erkenntnis:
    Auch in Irland tragen Arbeitgeber den größeren Teil der Sozialversicherungsbeiträge und mehr Berufsgruppen sind staatlich abgesichert als in Deutschland.

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    #Irland #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • RENTEN-SCHOCK DURCH MERZ? WARUM DIESE PLÄNE MILLIONEN TREFFEN KÖNNTEN!

    RENTEN-SCHOCK DURCH MERZ? WARUM DIESE PLÄNE MILLIONEN TREFFEN KÖNNTEN!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
    Werner Hoffmann
    – Überzeugter demokratischer Europäer – Rentenberater (RDG) -.

    Die Diskussion um die Zukunft der gesetzlichen Rente nimmt eine neue, brisante Wendung. Laut einem Bericht von t-online plant Friedrich Merz, den Bundeszuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung zu senken.

    Was technisch klingt, hat enorme Auswirkungen.

    Was bedeutet der Bundeszuschuss?

    Er gleicht politisch gewollte Leistungen aus, die nicht allein durch Beiträge finanziert werden können:

    • Kindererziehungszeiten,
    • Rentenansprüche aus DDR-Zeiten,
    • gesellschaftspolitische Leistungen, z.B. Mütterrente, Zuschlag zur Grundrente.

    Eine Kürzung führt sofort zu einer Finanzierungslücke.

    Die entscheidenden Zahlen

    Der Bundeszuschuss liegt bei rund:

    • 110 bis 120 Milliarden Euro jährlich,
    • etwa 25–30 % der Rentenausgaben.

    Doch das reicht nicht:

    Nach Einschätzungen aus dem Umfeld der Deutschen Rentenversicherung Bund fehlen seit Jahren:

    • 20 bis 40 Milliarden Euro jährlich.

    Ein sachgerechter Zuschuss läge eher bei:

    • 130 bis 160 Milliarden Euro jährlich.

    Die Folgen einer Kürzung

    • steigende Beiträge,
    • sinkendes Rentenniveau,
    • mehr private Vorsorge.

    Hier wird es politisch brisant.

    Die Strategie dahinter

    • Die gesetzliche Rente wird als unzureichend dargestellt,
    • gleichzeitig finanziell unter Druck gesetzt,
    • während bAV und private Vorsorge gestärkt werden.

    Das Problem:

    In Deutschland liegt die Arbeitgeberbeteiligung an der Gesamtversorgung oft unter 50 % – deutlich weniger als in vielen europäischen Ländern.

    Was wirklich passiert

    • wird die gesetzliche Rente geschwächt,
    • müssen Arbeitnehmer mehr vorsorgen,
    • werden Arbeitgeber entlastet.

    Das ist kein Zufall, sondern eine politische Weichenstellung.

    Resümee

    Aus meiner Sicht wird gezielt Meinungsmache betrieben – auch durch CDU, CSU, FDP, AfD und Arbeitgeber.

    Die gesetzliche Rente wird schlechter dargestellt, um bAV und private Vorsorge als Lösung zu präsentieren.

    Das Problem: Diese Modelle haben oft minimale Arbeitgeberzuschüsse.

    In vielen europäischen Ländern beteiligen sich Arbeitgeber deutlich stärker – in Deutschland bleibt ihr Anteil vergleichsweise gering.

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    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/rente-koalition-plant-milliarden-griff-in-die-rentenkasse-experte-spricht-von-diebstahl-a-8b673f8f-6dad-49bd-94e7-db10eb20b197?sara_ref=re-so-app-sh

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    https://table.media/berlin/news/haushalt-rentenversicherung-kritisiert-geplante-kuerzung

    #Rente #Merz #Rentenpolitik #Altersvorsorge #Deutschland

  • Betriebliche Altersversorgung: Große Errungenschaft – aber nur für wenige?

    Betriebliche Altersversorgung: Große Errungenschaft – aber nur für wenige?

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann – Rentenberater (RDG) und Betriebswirt für betriebliche Altersversorgung (FH)

    Die betriebliche Altersversorgung (bAV) gilt als zweite Säule der Altersvorsorge. Doch sie ist nicht flächendeckend: Vor allem Beschäftigte in Großunternehmen und tarifgebundenen Betrieben profitieren – kleine Betriebe bleiben zurück.

    Verbreitung nach Betriebsgröße

    • >1.000 MA: 75–90 %,
    • 500 MA: 70–80 %,
    • 100 MA: 50–60 %,
    • 10 MA: 20–30 %,
    • Kleinbetriebe: oft unter 20 %.

    Geschlechterunterschiede

    • Männer: 27 %,
    • Frauen: 13 %.

    Zwar existieren rund 18 Mio. Verträge, doch diese Zahl täuscht: ruhende Verträge, Mehrfachverträge und geringe Leistungen verzerren das Bild.

    Rechtsanspruch – begrenzt

    Nach § 1a BetrAVG besteht nur ein Anspruch auf Entgeltumwandlung. Der Arbeitgeber zahlt 15 % Zuschuss, aber nur bei eigener SV-Ersparnis. Zudem bestimmt er Durchführungsweg und Anbieter – echte Wahlfreiheit fehlt.

    Komplexität als Problem

    Die bAV ist so umfangreich und kompliziert, dass jedes Jahr bei der aba – Arbeitsgemeinschaft betriebliche Altersversorgung e.V. mehrere Tage Seminare – selbst für Spezialisten – stattfinden!

    Politische Entwicklung kritisch

    Einige Parteien (besonders CDU, CSU, FDP und AfD) sehen die gesetzliche Rente nur noch als Basis – teils ohne 48 %-Haltelinie. Stattdessen sollen bAV und private Vorsorge wachsen.

    Reform ist notwendig

    • Abbau der Arbeitgeberhaftung, um Hemmschwellen zu senken, dafür aber,
    • Zertifizierte Standardprodukte,
    • Freie Anbieterwahl,
    • AG-Zuschüsse von 30–50 %,
    • BU- und Hinterbliebenenschutz verpflichtend integrieren,
    • Strukturen vereinfachen.

    Entscheidend: Alle müssen mitziehen

    • Arbeitgeber,
    • Gewerkschaften,
    • politische Parteien,
    • Beratungsfirmen, Dienstleister und Versicherer.

    Resümee

    Die bAV ist wichtig, aber kein flächendeckender Erfolg.

    Ohne Reformen, höhere Arbeitgeberbeteiligung und gemeinsames Handeln bleibt sie ein Privileg weniger – statt eine Lösung für alle.

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    #Reha #Rentenversicherung #Altersrente #Sozialrecht #Rentenberatung

  • Teil 4a: Gesetzliche Rente in der Schweiz – Vergleich mit Deutschland: Warum das Drei-Säulen-System stabiler und breiter wirkt!

    Teil 4a: Gesetzliche Rente in der Schweiz – Vergleich mit Deutschland: Warum das Drei-Säulen-System stabiler und breiter wirkt!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG)-.

    Die Schweiz gilt als eines der stabilsten Rentensysteme Europas. Der Unterschied zu Deutschland liegt in der klar geregelten Kombination aus Umlage und Kapitaldeckung sowie einer verbindlichen Zielstruktur.

    Grundprinzip

    Schweiz:
    1. Säule (AHV): umlagefinanziert, Pflicht für alle Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen, Existenzsicherung,
    2. Säule (BVG): obligatorische betriebliche Vorsorge für Arbeitnehmer ab Mindestlohn, kapitalgedeckt,
    Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer,
    Ziel: zusammen mit der AHV Fortführung des bisherigen Lebensstandards,
    3. Säule: freiwillige private Vorsorge.

    Entscheidend: Die 1. Säule sichert das Existenzminimum, die 2. Säule den Lebensstandard – beides ist gesetzlich vorgesehen.

    Deutschland:
    gesetzliche Rente im Mittelpunkt, bAV freiwillig, keine klare Zieldefinition für das Gesamtniveau.

    Ergebnis: Die Schweiz hat ein definiertes Gesamtziel, Deutschland nicht.

    Mindestversicherungszeit

    Schweiz: Anspruch bereits nach 1 Beitragsjahr, Vollrente nach 44/45 Jahren.

    Deutschland: Anspruch erst nach 5 Jahren.

    Vorteil Schweiz: früher Rentenanspruch.

    Gesetzliche Rente AHV

    Die AHV ist ein Pflichtsystem für nahezu alle. Sie wird durch Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Staat finanziert. Mindest- und Maximalrente sind klar definiert.

    Die Höhe liegt vereinfacht bei ca. 1.200 € bis 2.450 € monatlich.

    Deutschland dagegen ist abhängig von Entgeltpunkten und kennt keine feste Grundabsicherung.

    Beitragsverteilung

    Schweiz AHV:
    Arbeitgeber: ca. 4,35 %
    Arbeitnehmer: ca. 4,35 %
    zusätzlicher Staatsanteil.

    Deutschland:
    Arbeitgeber: 9,3 %
    Arbeitnehmer: 9,3 %.

    Betriebliche Altersversorgung

    Schweiz:
    verpflichtend, Arbeitgeber zahlen mindestens 50 %, oft mehr, insgesamt ca. 7 % bis 18 % je nach Alter.

    Deutschland:
    freiwillig, oft Entgeltumwandlung, Arbeitgeberzuschuss meist nur ca. 15 %.

    Resümee

    Die Schweiz zeigt ein klar strukturiertes System: Existenzsicherung und Lebensstandard sind gesetzlich definiert, die zweite Säule ist verpflichtend und die Finanzierung breiter organisiert.

    Die zentrale Erkenntnis: Ein stabiles Rentensystem braucht klare Ziele und verpflichtende Strukturen.

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    #Rente #Schweiz #Deutschland #Altersvorsorge #Europa

  • Teil 3a: Gesetzliche Rente in den Niederlanden – Vergleich mit Deutschland:

    Teil 3a: Gesetzliche Rente in den Niederlanden – Vergleich mit Deutschland:

    Warum das System breiter finanziert ist und höhere Renten ermöglicht!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG) -.

    Die Niederlande gelten als eines der stabilsten Rentensysteme Europas. Der Unterschied zu Deutschland liegt weniger in einzelnen Beitragssätzen – sondern in der Struktur der Finanzierung und der Kombination der Systeme.

    Grundprinzip

    Niederlande:
    staatliche Basisrente (AOW), steuer- und abgabenfinanziert, ergänzt durch nahezu flächendeckende Betriebsrenten.

    Deutschland:
    umlagefinanzierte gesetzliche Rente, stark abhängig von individueller Erwerbsbiografie.

    Ergebnis: In den Niederlanden ist die Grundversorgung breiter abgesichert.

    Höhe der gesetzlichen Basisrente (AOW)

    Die AOW ist eine feste Grundrente:

    Alleinstehende: ca. 1.350 € – 1.450 €,
    Verheiratete pro Person: ca. 950 € – 1.050 €.

    Wichtig: Die AOW ist unabhängig vom Einkommen, setzt für die volle Leistung 50 Jahre Aufenthalt voraus und wird sonst anteilig gekürzt.

    Die AOW ist nur die Basis – nicht die gesamte Rente.

    Wer in NL nur die gesetzliche Rente (AOW) erhält, ist faktisch ein Sozialfall, da davon noch Krankenversicherungsbeiträge und Steuern abgehen.

    Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteile

    Niederlande (AOW):
    Arbeitnehmer: ca. 17,9 %, aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze von rund 38.441 €.
    Arbeitgeber: kein direkter Anteil.
    Der Staat beteiligt sich erheblich.

    Die Arbeitnehmerbelastung ist dadurch gedeckelt.

    Deutschland:
    Arbeitgeber: 9,3 %, Arbeitnehmer: 9,3 %.

    Der entscheidende Unterschied: die 2. Säule

    Niederlande:
    nahezu flächendeckende Betriebsrenten, häufig verpflichtend, Arbeitgeber zahlen etwa 2/3 der Beiträge, Arbeitnehmer nur rund 1/3.

    Deutschland:
    freiwillig, oft Entgeltumwandlung, Arbeitnehmer zahlt selbst, Arbeitgeberzuschuss meist nur ca. 15 %.

    Ergebnis: In den Niederlanden ist die bAV eine echte Arbeitgeberleistung.

    Resümee

    Die Niederlande zeigen, wie ein stabiles System funktioniert: feste Grundrente für alle, gedeckelte Arbeitnehmerbelastung und starke Arbeitgeberbeteiligung in der zweiten Säule.

    Die zentrale Erkenntnis: Nicht die Höhe einzelner Beiträge entscheidet – sondern wie die Last zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Staat verteilt wird.

    Hauptkritikpunkt ist und bleibt trotzdem: KEIN ARBEITGEBERANTEIL zur Basisrente.

    Innerhalb von Europa ein Ausnahmefall, der nur dann funktioniert, wenn eine betriebliche Altersversorgung besteht.

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    #Rente #Niederlande #Deutschland #Altersvorsorge #Europa

  • Teil 2b: Betriebliche Altersversorgung Vergleich Deutschland mit Schweden: Warum Schweden flächendeckend vorsorgt – und Deutschland hinterherhinkt!

    Teil 2b: Betriebliche Altersversorgung Vergleich Deutschland mit Schweden: Warum Schweden flächendeckend vorsorgt – und Deutschland hinterherhinkt!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann. – Rentenberater (RDG).

    Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist in Schweden ein zentraler Bestandteil der Altersvorsorge – in Deutschland dagegen oft nur eine Ergänzung. Der Unterschied liegt vor allem in der Verbreitung, Finanzierung und Struktur.

    Grundstruktur

    Schweden:
    – bAV nahezu für alle Beschäftigten,
    – tariflich organisiert,
    – automatisch Teil des Arbeitsverhältnisses.

    Deutschland:
    – freiwillig,
    – Anspruch nur auf Entgeltumwandlung,
    – keine flächendeckende Teilnahme.

    Ergebnis: In Schweden profitieren fast alle – in Deutschland deutlich weniger.

    Finanzierung

    Schweden:
    – überwiegend arbeitgeberfinanziert,
    – Beiträge meist 4 bis 6 Prozent des Gehalts,
    – zusätzliche Beiträge bei höheren Einkommen.

    Deutschland:
    – häufig Entgeltumwandlung,
    – Arbeitnehmer finanziert selbst,
    – Arbeitgeberzuschuss meist nur ca. 15 Prozent.

    Ergebnis: In Deutschland ist die bAV oft keine echte Zusatzleistung.

    Kollektive Systeme

    Schweden:
    – große Pensionsfonds,
    – niedrige Kosten,
    – hohe Effizienz.

    Deutschland:
    – viele Einzelverträge,
    – höhere Kosten,
    – geringere Wirkung.

    Ergebnis: Schweden nutzt Skaleneffekte – Deutschland nicht.

    Leistungen

    Schweden:
    – stabile Zusatzrenten,
    – lebenslange Leistungen.

    Deutschland:
    – häufig Kapitalauszahlung,
    – geringere Rentenwirkung.

    Der entscheidende Unterschied

    Schweden setzt auf:
    – kollektive Lösungen,
    – starke Arbeitgeberbeteiligung,
    – flächendeckende Integration.

    Deutschland setzt auf:
    – individuelle Vorsorge,
    – Eigenfinanzierung,
    – begrenzte Arbeitgeberrolle.

    Resümee

    Die bAV zeigt deutlich:
    – Schweden: Systemlösung mit breiter Wirkung,
    – Deutschland: Einzellösung mit begrenzter Wirkung.

    Die zentrale Erkenntnis: Eine starke Altersvorsorge entsteht dort, wo Arbeitgeber systematisch eingebunden sind und kollektive Strukturen genutzt werden.

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    #Rente #bAV #Deutschland #Schweden #Altersvorsorge

  • Teil 1c: Private Altersvorsorge Vergleich Deutschland mit Österreich: Warum Eigenvorsorge in beiden Ländern nötig ist – aber unterschiedlich wirkt!

    Teil 1c: Private Altersvorsorge Vergleich Deutschland mit Österreich: Warum Eigenvorsorge in beiden Ländern nötig ist – aber unterschiedlich wirkt!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer

    Werner Hoffmann. – Rentenberater (RDG)– .

    Neben gesetzlicher Rente und bAV bildet die private Altersvorsorge die dritte Säule. Gerade hier zeigt sich: Beide Länder setzen auf Eigeninitiative – aber unter unterschiedlichen Voraussetzungen.

    Grundprinzip der privaten Vorsorge

    In Deutschland und Österreich gilt:

    – freiwillige Vorsorge,
    – individuelle Finanzierung,
    – Ergänzung zur gesetzlichen Rente.

    Doch die Ausgangslage ist unterschiedlich.

    Deutschland: Hohe Erwartungen an Eigenvorsorge

    In Deutschland wurde die private Vorsorge politisch stark gefördert:

    – Riester- und Rürup-Modelle,
    – steuerliche Vorteile,
    – staatliche Zuschüsse.

    Gleichzeitig gilt: Die gesetzliche Rente reicht oft nicht aus, und die bAV ist häufig schwach ausgeprägt.

    Private Vorsorge wird dadurch zur Notwendigkeit.

    Österreich: Ergänzung statt Ersatz

    In Österreich ist die Situation anders:

    – gesetzliche Rente deutlich höher,
    – bAV stärker arbeitgebergetragen,
    – private Vorsorge weniger existenziell.

    Private Vorsorge ist dort sinnvoll – aber nicht zwingend Ersatz für ein schwaches System.

    Typische Produkte

    Deutschland:
    Riester-Rente, Rürup-Rente, private Rentenversicherungen, Fonds- und ETF-Sparen.

    Österreich:
    klassische Rentenversicherungen, fondsgebundene Lösungen und Kapitalanlagen.

    Auffällig ist: Deutschland ist stärker reguliert und stärker auf Förderung ausgerichtet.

    Risikoprüfung und Zugang

    Deutschland: häufig Gesundheitsprüfung bei Versicherungen und komplexe Förderregeln.
    Österreich: einfacherer Zugang und weniger Bürokratie.

    Der entscheidende Unterschied

    Deutschland: Private Vorsorge ersetzt teilweise fehlende Leistungen.

    Österreich: Private Vorsorge ergänzt ein bereits stärkeres System.

    Warum ist das wichtig?

    Wenn gesetzliche und betriebliche Systeme schwächer sind, steigt der Druck auf den Einzelnen. Wenn diese Systeme stark sind, bleibt private Vorsorge eine freiwillige Ergänzung.

    Resümee

    Deutschland setzt stark auf private Vorsorge, weil gesetzliche Rente und bAV oft nicht ausreichen. Österreich ist weniger abhängig davon, weil das Gesamtsystem stärker trägt.

    Die zentrale Erkenntnis: Private Altersvorsorge ist kein Ersatz für ein starkes System – sondern nur eine Ergänzung.

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    www.Renten-Experte.de

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