Kategorie: Rentenberater

Die Berufsbezeichnung Rentenberater/in ist in Deutschland gesetzlich geschützt. Sie darf nur von Personen geführt werden, die von einer zuständigen Behörde (Landesjustizverwaltung) zugelassen und im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen sind.
Der Autor Werner Hoffmann wurde durch das Bundesamt für Justiz als Unabhängiger Rentenberater registriert.
Inhalte hierzu sind auf der Internetseite
https://www.renten-experte.de/common/info/impressum/index.html
ersichtlich.

Auszug:
Berufsbezeichnung
Rentenberater
(verliehen in der Bundesrepublik Deutschland)
Es gelten die berufsrechtlichen Regelungen des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG).

Rechtsgrundlage der Tätigkeit
Die Berufsbezeichnung „Rentenberater“ ergibt sich aus den Regelungen des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) und des Rechtsdienstleistungs-Eintragungsgesetzes (RDEG).

Registrierung
Eingetragen im Rechtsdienstleistungsregister des Bundesamtes für Justiz (BfJ), Bonn

Aktenzeichen: 2025 0001 6932
Datum der Eintragung: 09.02.2026

Zuständige Aufsichtsbehörde
Präsident des Landgericht Stuttgart

Tätigkeitsbereiche
Rentenberatung mit außergerichtlicher Beratung sowie Prozessvertretung vor dem Sozialgericht (1. Instanz) auf dem Gebiet
– der gesetzlichen Rentenversicherung,
– der gesetzlichen Unfallversicherung,
– des sozialen Entschädigungsrechts,
– des übrigen Sozialversicherungs- und Schwerbehindertenrechts, soweit ein Bezug zu gesetzlichen Renten besteht,
– der betrieblichen und berufsständischen Versorgung.

Darüber hinaus Unterstützung bei sozialrechtlichen Anträgen, sofern diese im unmittelbaren Zusammenhang mit Rentenansprüchen oder Renteneinkommen stehen.

  • Rente vor dem Kollaps? Warum das eigentliche Problem verschwiegen wird!

    Rente vor dem Kollaps? Warum das eigentliche Problem verschwiegen wird!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
    www.Renten-experte.de

    Werner Hoffmann – Rentenberater (RDG)

    Die Diskussion um die gesetzliche Rentenversicherung wird seit Jahren von einem zentralen Narrativ geprägt:
    Die Kosten explodieren – das System ist nicht mehr finanzierbar.

    Doch genau das stimmt so nicht.

    Aktuelle Analysen zeigen vielmehr:
    Nicht die Kosten sind das Problem – sondern die politische Belastung des Systems.

    Denn die gesetzliche Rentenversicherung ist längst nicht mehr nur ein reines Beitragssystem zur Altersvorsorge.

    Sie wurde über Jahrzehnte hinweg mit zahlreichen zusätzlichen gesellschaftspolitischen Aufgaben belastet.

    Dazu gehören unter anderem:

    • Berücksichtigungszeiten,
    • Kindererziehungszeiten,
    • Zuschläge zur Grundrente,
    • Entgeltpunkte für politisch Verfolgte der ehemaligen DDR,
    • rückwirkende Kindererziehungszeiten,
    • und viele weitere Leistungen.

    Diese Maßnahmen sind gesellschaftlich gewollt – und oft auch sinnvoll.

    Doch sie haben ein grundlegendes Problem:
    Sie werden überwiegend aus der Rentenkasse finanziert – und nicht vollständig aus Steuermitteln.

    Zwar zahlt der Bund bereits einen Zuschuss in die Rentenversicherung.

    Doch dieser reicht bei weitem nicht aus, um die tatsächlichen Kosten dieser politischen Zusatzleistungen zu decken.

    Gerade politische Akteure – von Populisten bis hin zu sogenannten neoliberalen oder „wirtschaftsliberalen“ Stimmen – stellen den Bundeszuschuss so dar, als müsse er gezahlt werden, weil die Rentenversicherung angeblich pleite wäre.
    Das ist jedoch in keinster Weise der Fall.

    Das Ergebnis:

    • Die Rentenkasse wird strukturell belastet,
    • Beitragszahler tragen indirekt politische Entscheidungen,
    • die Diskussion über „zu hohe Kosten“ lenkt vom eigentlichen Problem ab.

    Dabei wäre die Lösung eigentlich klar:

    👉 Der Bundeszuschuss müsste deutlich erhöht werden,
    👉 um die politisch beschlossenen Zusatzleistungen vollständig auszugleichen.

    Denn dann würde sichtbar werden:
    Das Rentensystem selbst ist nicht das Problem – sondern seine politische Überfrachtung.

    Als Rentenberater (RDG) erlebe ich in der Praxis immer wieder, wie stark dieses Missverständnis verbreitet ist.

    Viele Menschen glauben, das System sei grundsätzlich „zu teuer“.

    Doch tatsächlich wird es durch politische Entscheidungen belastet, die nicht ausreichend gegenfinanziert sind.

    Das führt zu Unsicherheit – und zu falschen Schlussfolgerungen.

    Deshalb ist es wichtig, die Dinge klar zu benennen:

    Die gesetzliche Rentenversicherung ist stabiler als ihr Ruf – aber sie wird politisch überstrapaziert.

    #Rente #Rentenversicherung #Politik #Sozialstaat #Altersvorsorge

  • Teil 1-. Wohngeld oder Grundsicherung? Der große Rentner-Irrtum!

    Teil 1-. Wohngeld oder Grundsicherung? Der große Rentner-Irrtum!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    Viele Rentner glauben, sie müssten sich automatisch für Grundsicherung entscheiden, wenn die Rente klein ist. Andere gehen davon aus, dass Wohngeld nur für Arbeitnehmer gedacht ist. Beides ist falsch.

    Tatsächlich können Rentner grundsätzlich selbst entscheiden, welche Leistung sie beantragen. Sie können also zunächst Wohngeld beantragen – auch wenn sich später herausstellt, dass Grundsicherung günstiger gewesen wäre.

    Der entscheidende Punkt ist: Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete, Grundsicherung dagegen eine Existenzsicherungsleistung.

    Rechtlich gilt: Wer Grundsicherung erhält, hat keinen Anspruch auf Wohngeld. Das ergibt sich aus § 7 Wohngeldgesetz. Dort ist geregelt, dass Personen vom Wohngeld ausgeschlossen sind, wenn ihre Unterkunftskosten bereits durch andere Sozialleistungen berücksichtigt werden.

    Das bedeutet aber nicht, dass Rentner zuerst Grundsicherung beantragen müssen. Sie können direkt Wohngeld beantragen. Die Wohngeldstelle prüft dann, ob das Einkommen zum Leben reicht.

    Genau hier entsteht in der Praxis ein großes Risiko: Wenn ein Rentner nur Wohngeld beantragt und die Bearbeitung mehrere Monate dauert, kann sich später herausstellen, dass Grundsicherung besser gewesen wäre. Dann droht ein finanzieller Verlust.

    Denn Sozialhilfe wird grundsätzlich erst ab Antragstellung gewährt.

    Deshalb ist es enorm wichtig, frühzeitig zu prüfen: Reicht das Einkommen insgesamt zum Leben – oder wird eine Existenzsicherungsleistung benötigt?

    Im nächsten Teil geht es um die entscheidende Frage:
    Wann lohnt sich Wohngeld überhaupt?

    #Wohngeld #Grundsicherung #Rente #Rentner #Sozialrecht

  • Rente frühzeitig beantragen – aber bitte nicht blind handeln!

    Rente frühzeitig beantragen – aber bitte nicht blind handeln!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann – Unabhängiger Rentenberater (RDG)

    www.Renten-Experte.de

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    Viele Versicherte kümmern sich erst sehr spät um ihre Rente. Dabei sollte ein Rentenantrag möglichst früh vorbereitet und rechtzeitig gestellt werden. Noch wichtiger ist jedoch: Ein Rentenantrag darf niemals unüberlegt erfolgen.

    Häufig werden Unterlagen einfach bei der Deutschen Rentenversicherung eingereicht oder mit Unterstützung von Gemeinden aufgenommen. Diese Hilfe ist organisatorisch sinnvoll. Eine strategische rentenrechtliche Prüfung findet dort jedoch in der Regel nicht statt.

    Wichtig zu wissen: Sachbearbeiter bei Versicherungen, Ämtern, Gemeinden, Versichertenälteste oder Mitarbeitende der Deutschen Rentenversicherung leisten keine Strategieberatung. Sie helfen bei Antragstellung und Kontenklärung. Fragen wie „Welche Gestaltungsmöglichkeiten habe ich?“ oder „Welche Entscheidung wirkt sich langfristig auf meine Rente aus?“ gehören nicht zu ihrem Aufgabenbereich.

    Ein klassisches Beispiel sind Kindererziehungszeiten. Diese werden grundsätzlich der Mutter zugeordnet, können aber durch gemeinsame Erklärung anders verteilt werden. Eine solche Entscheidung sollte niemals ohne Prüfung getroffen werden. Kindererziehungszeiten erhöhen nicht nur die spätere Rente, sondern können auch rentenrechtliche Wartezeiten beeinflussen.

    Dabei ist zu unterscheiden: Für die Wartezeit von 35 Jahren zählen alle rentenrechtlichen Zeiten, also auch sogenannte Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung.

    Bei der Wartezeit von 45 Jahren gelten dagegen deutlich engere gesetzliche Voraussetzungen. Hier zählen insbesondere Pflichtbeitragszeiten aus Beschäftigung oder Selbstständigkeit sowie bestimmte gleichgestellte Zeiten. Eine pauschale Anrechnung von Berücksichtigungszeiten erfolgt hier nicht.

    Hinzu kommt: Treffen Berücksichtigungszeiten mit bestimmten anderen Zeitarten zusammen – etwa längeren Zeiten mit Bürgergeldbezug oder freiwilligen Beiträgen ohne gleichzeitige Pflichtbeiträge – kann dies Auswirkungen auf das Erreichen der 45-jährigen Wartezeit haben. Genau solche Zusammenhänge sind vielen Versicherten nicht bewusst.

    Auch die Zuordnung von Kindererziehungszeiten sollte strategisch geprüft werden. Werden sie einer Person gutgeschrieben, die bereits über der Beitragsbemessungsgrenze verdient hat, entsteht häufig kein zusätzlicher Rentenvorteil. Beim Partner können dieselben Zeiten dagegen entscheidend sein. Deshalb sollten immer beide Versicherungsverläufe gemeinsam betrachtet werden.

    Selbst scheinbar positive Nachweise können Nachteile bringen. So können bestimmte schulische Zeiten oder Ausbildungszeiten in einzelnen Fällen die Bewertung anderer Zeiten verändern und dadurch die spätere Rente sogar mindern.

    MERKE: Vor der Beantragung der Rente eine Beratung mit einem UNABHÄNGIGEN RENTENBERATER!

    ——

    Achtung: wegen der Übertragung der Kindererziehungszeit beachten, dass die nur in bestimmten Ausnahmesituationen geht!

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    #Rentenberatung #Stuttgart #Rentenantrag #Altersvorsorge #DeutscheRentenversicherung

  • 350.000 krank – aber nur jeder dritte bekommt die Rente ohne Widerspruchsverfahren

    350.000 krank – aber nur jeder dritte bekommt die Rente ohne Widerspruchsverfahren

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann. – Rentenberater (RDG)

    www.renten-Experte.de

    Wer gesundheitlich nicht mehr arbeiten kann, stellt einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente. Doch der direkte Zugang zu dieser zentralen Sozialleistung ist in den vergangenen Jahren deutlich schwieriger geworden.

    Die Entwicklung seit 2010 zeigt eine stille Verschiebung im Rentensystem.

    Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

    Im Jahr 2010 stellten rund

    • 350.000 Versicherte einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente,
    • etwa 155.000 erhielten die Rente sofort ohne Widerspruch oder Klage,
    • rund 150.000 wechselten in die Altersrente für schwerbehinderte Menschen.

    Im Jahr 2019 zeigte sich bereits eine deutliche Veränderung:

    • 380.000 Anträge,
    • nur noch ca. 150.000 Direktbewilligungen,
    • etwa 290.000 neue Schwerbehindertenrenten.

    Heute, im Zeitraum 2024 / 2025, ergibt sich folgendes Bild:

    • 350.000 bis 355.000 EM-Anträge jährlich,
    • nur noch ca. 135.000 bis 140.000 direkte Bewilligungen,
    • gleichzeitig über 320.000 neue Altersrenten für schwerbehinderte Menschen.

    Damit erhält heute nur noch etwa jeder dritte Antragsteller die Erwerbsminderungsrente ohne Rechtsmittelverfahren.

    Der finanzielle Unterschied

    Die Erwerbsminderungsrente enthält die Zurechnungszeit nach § 59 SGB VI. Dabei wird so gerechnet, als hätte der Versicherte weiter gearbeitet.

    Für einen typischen Fall – einen 57-jährigen Durchschnittsverdiener – bedeutet das rund neun zusätzliche Jahre mit Entgeltpunkten.

    Trotz eines Abschlags von 10,8 % kann allein dieser Effekt zu erheblichen Unterschieden führen:

    • ca. 157,66 € monatlich,
    • ca. 1.891,92 € jährlich,
    • bei 20 Jahren Rentenbezug rund 37.838 €.

    Wer nach einer Ablehnung später in die Altersrente für schwerbehinderte Menschen wechselt, verliert diesen rentensteigernden Mechanismus vollständig.

    Eine stille Systemverschiebung?

    Die Zahl der EM-Anträge bleibt stabil, doch der unmittelbare Zugang wird selektiver. Gleichzeitig gewinnt eine andere Rentenart stark an Bedeutung.

    Für viele gesundheitlich eingeschränkte Versicherte scheint die Schwerbehindertenrente heute der realistischere Weg aus dem Erwerbsleben – jedoch oft mit geringeren Rentenansprüchen.

    Die zentrale Frage lautet: Entsteht hier eine strukturelle Verschiebung im Rentensystem – nicht durch bewusste Steuerung, sondern durch die Konstruktion der Regeln?

    Resümee

    Die Erwerbsminderungsrente bleibt ein entscheidender Schutzmechanismus.

    Doch ihre tatsächliche Erreichbarkeit bestimmt zunehmend, wie hoch die finanzielle Absicherung im Alter ausfällt.

    #Erwerbsminderungsrente #Schwerbehindertenrente #Rentenversicherung #Sozialrecht #Rentenberater

  • Rente 2026: Spürbares Plus ab Juli – warum viele Rentner deutlich mehr Geld bekommen

    Rente 2026: Spürbares Plus ab Juli – warum viele Rentner deutlich mehr Geld bekommen

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann
    www.Renten-Experte.de

    Für Millionen Rentnerinnen und Rentner könnte der 1. Juli 2026 ein spürbares finanzielles Aufatmen bringen. Aktuelle Berechnungen auf Basis der Lohnentwicklung und der gesetzlichen Rentenformel deuten darauf hin, dass die Renten erneut deutlich steigen könnten. Nach derzeitigem Stand gilt eine Rentenerhöhung von 4,24 Prozent.

    Entscheidend für die Rentenanpassung ist nicht die Inflation, sondern die durchschnittliche Bruttolohnentwicklung der Beschäftigten. Und genau hier zeigen die Zahlen klar nach oben. Tarifabschlüsse, Mindestlohnerhöhungen und eine weiterhin stabile Beschäftigung sorgen dafür, dass die Rentenformel ein deutliches Plus zulässt. Gleichzeitig greift die gesetzliche Rentengarantie, die Kürzungen ausschließt.

    Was bedeutet das konkret für einen Durchschnittsrentner? Bei einer Bruttorente von etwa 1.500 Euro ergibt sich folgendes Bild:

    Bei 3,5 Prozent steigt die monatliche Rente um rund 52 Euro.
    Bei 4,0 Prozent sind es etwa 60 Euro mehr.
    Bei 4,5 Prozent sogar rund 68 Euro zusätzlich im Monat.

    Für viele Rentner ist das kein kleiner Betrag. Gerade angesichts steigender Lebenshaltungskosten, höherer Energiepreise und zunehmender Eigenanteile bei Kranken- und Pflegekosten kann ein solcher Zuwachs den finanziellen Spielraum spürbar erweitern.

    Wichtig bleibt die Einordnung: Es handelt sich um Bruttowerte. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie mögliche Steuerabzüge mindern den Auszahlungsbetrag. Dennoch bleibt bei vielen Rentnern ein deutliches Netto-Plus, das Monat für Monat wirkt.

    Die endgültige Höhe der Rentenanpassung wird erst im Frühjahr 2026 offiziell festgelegt, wenn alle relevanten Lohn- und Beitragsdaten ausgewertet sind. Nach aktueller Datenlage spricht jedoch vieles gegen eine Nullrunde.

    www.Renten-Experte.de

    Gerade für Durchschnittsrentner zeigt sich erneut: Auch moderate prozentuale Erhöhungen machen im Alltag einen spürbaren Unterschied. Umso wichtiger ist es, die eigene Rentensituation regelmäßig zu prüfen und langfristig gut zu planen.

    #Rente2026 #Rentenerhöhung #GesetzlicheRente #Durchschnittsrentner #RentenExperte

  • Teil 9. – Die letzte Sorge: Die Rechnung des Rentenberaters

    Teil 9. – Die letzte Sorge: Die Rechnung des Rentenberaters

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann – Rentenberater (RDG) – www.renten-experte.de

    Nachdem nun fast alles geregelt war, blieb bei Susi dennoch eine kleine Sorge.

    Eine Frage beschäftigte sie immer wieder:

    Was kostet eigentlich die Beratung durch einen Rentenberater?

    Denn anders als viele Menschen glauben, arbeitet ein Rentenberater weder für die Deutsche Rentenversicherung noch für eine Gemeinde oder Behörde.

    *

    Ein Rentenberater ist ein unabhängiger Rechtsberater nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG).

    Das bedeutet:
    Er wird ausschließlich durch das Honorar seiner Mandanten bezahlt.

    Für Susi war das zunächst ungewohnt. Schließlich war sie es gewohnt, dass viele Beratungen bei Behörden scheinbar kostenlos sind.

    Doch bei genauerem Hinsehen wurde ihr klar, wie umfangreich die Unterstützung in ihrem Fall tatsächlich gewesen war.

    Der Rentenberater hatte nicht nur einen Antrag gestellt.
    Er hatte vor allem geholfen, die richtige Reihenfolge der Entscheidungen zu finden.

    Denn genau diese Reihenfolge kann im Sozialrecht entscheidend sein.

    Im Fall von Susi bedeutete das konkret:

    • zunächst Krankmeldung und Anspruch auf Krankengeld,
    • anschließend mögliche Rehabilitationsmaßnahmen,
    • erneute Prüfung der Erwerbsminderungsrente,
    • mögliche Verbesserung beim Grad der Schwerbehinderung,
    • Prüfung eines Anspruchs auf Wohngeld,
    • später eine mögliche höhere Altersrente,
    • und sogar die Prüfung von Pflegeleistungen.
    **

    Ohne diese Beratung hätte ihre Situation auch ganz anders aussehen können.

    Im schlimmsten Fall wäre Susi möglicherweise dauerhaft auf Bürgergeld – oder künftig die neue Grundsicherung – angewiesen gewesen.

    Durch die strukturierte Beratung ergab sich für sie dagegen eine deutlich bessere Situation.

    Natürlich kostet eine solche Beratung Geld.

    Doch in vielen Fällen werden Zahlungsvereinbarungen getroffen, sodass das Honorar auch in Raten gezahlt werden kann.

    Zum Schluss erklärte der Rentenberater Susi noch einmal offen, wie sich die Kosten zusammensetzen.

    Eine Erstberatung, die bereits viele wichtige Hinweise geben kann, kostet in der Regel 190 € zuzüglich Mehrwertsteuer.

    Wenn daraus weitere Berechnungen oder Beratungen entstehen, fallen dafür natürlich zusätzliche Kosten an.

    Für solche Tätigkeiten gibt es gesetzliche Grundlagen, zum Beispiel nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

    Darüber hinaus werden in der Praxis häufig auch Pauschalhonorare oder Stundenhonorare vereinbart.

    ***

    Vergleicht man diese Kosten mit anderen Dienstleistungen, relativiert sich vieles.

    Ein Handwerker oder eine Kfz-Werkstatt berechnet heute häufig 120 € bis 240 € pro Stunde zuzüglich Mehrwertsteuer.

    Am Ende wurde Susi klar:

    Eine gute Beratung kostet Geld –
    aber eine falsche Entscheidung kann oft viel teurer werden.

    *****

    Zur Vorgeschichte

    #Rentenberater
    #Erwerbsminderungsrente
    #Sozialrecht
    #Rentenberatung
    #Deutschland

    Ki generierte Bilder:

    *Susi sitzt am Küchentisch und schaut nachdenklich auf eine Rechnung

    **Beratungsgespräch mit Rentenberater, Dokumente liegen auf dem Tisch

    ***Symbolbild Kfz-Werkstatt: Mechaniker mit Rechnung/Clipboard

    ****Susi wirkt erleichtert, Unterlagen sind geordnet]

    *****Ordner/Unterlagen geordnet, Symbol „gute Beratung zahlt sich aus“

  • Teil 5. – Reha-Bericht mit Sprengkraft: Kann Susi überhaupt noch arbeiten?

    Teil 5. – Reha-Bericht mit Sprengkraft: Kann Susi überhaupt noch arbeiten?

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann – unabhängiger Rentenberater (RDG) – www.renten-experte.de

    Wenige Monate nach der Antragstellung begann schließlich Susis Rehabilitation.

    Während der Rehabilitation erhielt sie Übergangsgeld von der Deutschen Rentenversicherung. Diese Leistung ersetzt während einer medizinischen Reha das Krankengeld oder das vorherige Einkommen.

    *

    Wichtig ist dabei eine häufig übersehene Besonderheit im Sozialrecht:

    Während der Reha ruht der Anspruch auf Krankengeld, weil stattdessen Übergangsgeld gezahlt wird. Viele Betroffene glauben deshalb, dass sich die maximale Dauer des Krankengeldes verlängert.

    Das ist jedoch nicht der Fall.

    Nach § 48 SGB V kann Krankengeld grundsätzlich maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren für dieselbe Krankheit gezahlt werden. Auch Zeiten, in denen während einer Reha Übergangsgeld gezahlt wird, zählen in diese 78-Wochen-Frist hinein.

    Das bedeutet:

    Die Krankenkasse zahlt während der Reha zwar kein Krankengeld, aber die Zeit läuft dennoch in der sogenannten Blockfrist weiter.

    In der Praxis hat das eine wichtige Folge: Die Reha verlängert das Krankengeld nicht, auch wenn während dieser Zeit Übergangsgeld gezahlt wird.

    Für viele Versicherte ist dieser Zusammenhang schwer zu verstehen – für die strategische Planung eines Rentenantrags kann er jedoch entscheidend sein.

    **

    Die Ärzte der Reha-Klinik untersuchten Susi gründlich. Ihre medizinische Geschichte war lang: mehrere Operationen, zwei künstliche Kniegelenke und weitere gesundheitliche Einschränkungen.

    Nach einigen Wochen stand das Ergebnis fest.

    Im Abschlussbericht der Rehabilitation stand ein entscheidender Satz:

    „Eine Rückkehr in das Erwerbsleben ist nicht mehr möglich. Im höchsten Maß könnte sie vielleicht noch irgendwo an der Pforte für drei bis vier Stunden sitzen.“

    ***

    Diese Formulierung hat im Rentenrecht eine ganz besondere Bedeutung.

    Denn bei der gesetzlichen Rentenversicherung wird Erwerbsminderung danach beurteilt, wie viele Stunden pro Tag jemand noch arbeiten kann – unabhängig vom bisherigen Beruf.

    Dabei unterscheidet das Gesetz grundsätzlich zwei Formen der Erwerbsminderungsrente.

    ****

    Teilweise Erwerbsminderungsrente

    Eine teilweise Erwerbsminderungsrente kommt in Betracht, wenn jemand gesundheitlich noch zwischen drei und unter sechs Stunden täglich arbeiten könnte.

    Die Rentenversicherung geht dann davon aus, dass grundsätzlich noch eine Teilzeittätigkeit möglich wäre.

    *****

    In der Praxis zeigt sich jedoch häufig ein großes Problem: Selbst wenn theoretisch noch eine Arbeitsfähigkeit von drei bis vier Stunden besteht, bedeutet das noch lange nicht, dass es auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich einen geeigneten Arbeitsplatz gibt.

    Gerade bei Menschen mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen, mehreren Operationen und dauerhaften Schmerzen ist es oft sehr schwierig, einen solchen Arbeitsplatz zu finden.

    Genau diese Frage stellte sich auch bei Susi.

    Selbst wenn sie theoretisch noch einige Stunden sitzen könnte – wer würde ihr tatsächlich noch eine passende Tätigkeit anbieten?

    Die Geschichte wird noch spannender in Teil 6 und Teil 7

    Fortsetzung Teil 6

    Rückblick

    Teil 1

    Teil 2

    Teil 3

    #Erwerbsminderungsrente
    #Rehabilitation
    #Sozialrecht
    #Krankengeld
    #Rentenberatung

    Ki-generierte Bilder:

    *Reha-Szene: Physiotherapie/Gehen üben in moderner Reha-Klinik

    **Arztgespräch

    ***Symbolbild: Teilweise Erwerbsminderung (3–unter 6 Stunden), z. B. Pforte/Empfang

    ****Symbolbild: Volle Erwerbsminderung (unter 3 Stunden

    *****Symbolbild: Verschlossener Arbeitsmarkt / Wegweiser-Schild mit Entscheidungslogik

  • Teil 4. – Krankengeld, Wohngeld und der entscheidende nächste Schritt

    Teil 4. – Krankengeld, Wohngeld und der entscheidende nächste Schritt

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann – unabhängiger Rentenberater – www.Renten-Experte.de

    Der Rentenberater erklärte Susi zunächst, dass man ihre Situation sorgfältig planen müsse. Mehrere Sozialleistungen greifen ineinander, und der Zeitpunkt einzelner Schritte kann entscheidend sein.

    *

    Einige Wochen später verschlechterten sich Susis Beschwerden erneut. Die Schmerzen in den Knien nahmen wieder zu, und längere Wege wurden immer schwieriger.

    Ihr Arzt entschied deshalb, sie zunächst krankzuschreiben.

    Für Susi änderte sich dadurch zunächst wenig. In den ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit wurde weiterhin Arbeitslosengeld I gezahlt.

    Doch danach änderte sich die Situation.

    Ab der siebten Woche übernahm ihre Krankenkasse die Zahlung – sie erhielt nun Krankengeld.

    Das Krankengeld beträgt in der Regel:

    • etwa 70 % des letzten Bruttoeinkommens,
    • höchstens 90 % des letzten Nettoeinkommens.

    Damit lag ihr Einkommen zwar etwas niedriger als vorher, aber es verschaffte ihr zunächst weiterhin eine gewisse finanzielle Sicherheit.

    Das Krankengeld war in ihrem Fall sogar etwas höher als das vorherige Arbeitslosengeld I. Gleichzeitig kam ein Wechsel in das Bürgergeldsystem zunächst nicht in Betracht, da sie weiterhin Krankengeld bezog.

    **

    Parallel dazu stellte sie – auf Empfehlung des Rentenberaters – einen Antrag auf Wohngeld.

    An diese Möglichkeit hatte Susi vorher überhaupt nicht gedacht.

    Der Hintergrund ist einfach: Weder Arbeitslosengeld I noch Krankengeld enthalten einen direkten Anteil für die Wohnkosten. Deshalb kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Wohngeld bestehen.

    Für Susi bedeutete das:

    Ein Teil ihrer Mietkosten konnte über das Wohngeld abgefedert werden.

    Einige Zeit später meldete sich schließlich die Krankenkasse bei ihr.

    Wie in solchen Fällen üblich, wurde sie zu einer Untersuchung beim Medizinischen Dienst eingeladen. Dort sollte geprüft werden, wie ihre gesundheitliche Situation tatsächlich einzuschätzen ist.

    ***

    Der Arzt des Medizinischen Dienstes sah sich ihre Unterlagen genau an – die Operationen, die Knieprothesen und die bisherigen medizinischen Berichte.

    Seine Einschätzung war relativ klar:

    Eine Rehabilitation könnte noch einmal sinnvoll sein.

    Daraufhin erhielt Susi von ihrer Krankenkasse eine schriftliche Aufforderung, einen Reha-Antrag zu stellen.

    Für diesen Antrag gibt es eine gesetzliche Frist.

    Sie beträgt in der Regel zehn Wochen.

    Susi stellte den Antrag fristgerecht.

    Wenige Monate später begann schließlich ihre Rehabilitation.

    Und genau dort sollte sich später entscheiden, wie es für sie wirklich weitergeht.

    Fortsetzung Teil 5

    Zur Vorgeschichte

    Teil 1

    Teil 2

    Teil 3

    #Krankengeld
    #Wohngeld
    #Rehabilitation
    #Sozialrecht
    #Rentenberatung

    Ki-generierte Bilder

    *Gespräch mit dem Rentenberater im Büro, Unterlagen auf dem Tisch]

    **Rentenberater erklärt Unterlagen/Sozialleistungen, Fokus auf Dokumente]

    ***Susi am Küchentisch mit Unterlagen, nachdenklich

  • Teil 2. – Zwei Jahre Arbeitslosengeld und eine offene Zukunft

    Teil 2. – Zwei Jahre Arbeitslosengeld und eine offene Zukunft

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann – unabhängiger Rentenberater – www.Renten-Experte.de

    Die Zeit verging schneller, als Susi gedacht hatte.

    Monat für Monat erhielt sie ihr Arbeitslosengeld I von der Bundesagentur für Arbeit.

    Natürlich versuchte sie, wieder Arbeit zu finden. Doch mit zwei künstlichen Kniegelenken war es schwierig, einen Beruf zu finden, der gesundheitlich überhaupt noch möglich gewesen wäre.

    *

    Viele Tätigkeiten erfordern:

    • langes Stehen,
    • häufiges Gehen,
    • oder schweres Heben.

    Alles Dinge, die ihre Knie kaum noch zuließen.

    Auch die Arbeitsagentur wusste, dass ihre Vermittlungschancen gering waren.

    **

    Trotzdem lief das Arbeitslosengeld zunächst weiter.

    Doch irgendwann begann Susi zu rechnen.

    Die zwei Jahre Arbeitslosengeld würden bald enden.

    Und danach?

    Die Antwort war klar:

    Dann hätte sie Bürgergeld über das Jobcenter beantragen müssen.

    Darauf hatte sie ehrlich gesagt wenig Lust.

    Sie wollte vor allem eines:

    nicht komplett in das Bürgergeldsystem rutschen.

    ***

    Doch genau in dieser Phase – drei Monate vor dem Ende ihres Arbeitslosengeldes – traf sie eine Entscheidung, die später noch wichtig werden sollte.

    Sie vereinbarte einen Termin bei einem Rentenberater.

    Fortsetzung Teil 3

    Was zuvor gewesen ist:

    #Arbeitslosengeld
    #Sozialversicherung
    #Gesundheit
    #Arbeitsmarkt
    #Lebensrealität

    Ki-generierte Bilder:

    *Susi zu Hause mit Unterlagen und Laptop, nachdenklich über ihre berufliche Zukunft

    **Wartesituation bei einer Arbeitsagentur / Jobcenter mit Unterlagen in der Hand

    *** Susi vorsichtig gehend mit Knieproblemen auf einer Straße

  • Teil 1. – Zwei kaputte Knie und der Beginn einer langen Geschichte

    Teil 1. – Zwei kaputte Knie und der Beginn einer langen Geschichte

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann – unabhängiger Rentenberater – www.Renten-Experte.de

    Die nachfolgende Geschichte in vier Teilen soll deutlich machen, warum ein Rentenberater für seine Tätigkeit ein sehr umfangreiches Wissen benötigt. Zwar wird ein Rentenberater in der Regel durch ein Honorar des Mandanten bezahlt, doch das folgende Beispiel zeigt, dass sich eine solche Beratung für Versicherte durchaus lohnen kann.

    Rentenantragsstellen – beispielsweise bei Gemeinden oder direkt bei der Deutschen Rentenversicherung – dürfen oder können häufig nicht diese umfassende Beratung leisten. Sie nehmen in erster Linie Anträge auf und geben allgemeine Auskünfte. Eine strategische Betrachtung der gesamten Situation eines Versicherten gehört meist nicht zu ihren Aufgaben.

    Die Geschichte zeigt außerdem, welche Möglichkeiten sich ergeben können, wenn man die sozialrechtlichen Zusammenhänge kennt – und wenn man einen guten Berater an seiner Seite hat.

    Nicht jeder Fall ist gleich. Deshalb muss man genau darauf achten, was man wann und wie beantragt. Schnell kann man einen strategischen Fehler machen, wenn man alles alleine versucht – und hat später möglicherweise die Konsequenzen dafür zu tragen.

    Nachfolgend eine Geschichte, so wie sie im Leben auch immer wieder vorkommt. Ob diese Geschichte tatsächlich genau so passiert ist, fällt unter den Datenschutz. Deshalb sind Namen und einige Angaben verändert.

    *

    Susi Müller (Name geändert, geb. 23.12.1964) arbeitete viele Jahre als Verkäuferin. Sie mochte den Kontakt zu den Menschen, kannte ihre Stammkunden und wusste genau, wer morgens das Körnerbrötchen wollte und wer lieber den kräftigen Käse.

    Doch irgendwann machten ihre beiden Knie nicht mehr mit. Erst begannen die Schmerzen beim langen Stehen. Dann folgten mehrere Operationen. Schließlich bekam sie sogar Prothesen in beiden Kniegelenken.

    **

    Der Arzt sagte irgendwann nüchtern:

    „Frau Müller, laufen können Sie noch – aber acht Stunden stehen im Verkauf wird schwierig.“

    Susi musste ihren Beruf aufgeben. Also stellte sie einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei der Deutschen Rentenversicherung.

    Der Bescheid kam später per Post. Der Antrag wurde abgelehnt.

    Auch ihr Antrag auf Schwerbehinderung brachte nicht den erhofften Erfolg. Das Versorgungsamt erkannte lediglich 30 % Grad der Behinderung an, obwohl sie mehrere unterschiedlichste Krankheiten hatte, die eigentlich zu 50 % geführt haben müssten.

    Susi kommentierte das trocken:

    „Mit zwei kaputten Knien hätte ich ehrlich gesagt mit etwas mehr gerechnet.“

    Da sie ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben konnte, meldete sie sich bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos.

    Sie erhielt Arbeitslosengeld I – und zwar wegen ihres Alters sogar für zwei Jahre.

    Damals dachte sie noch:

    „Bis dahin wird sich schon irgendeine Lösung finden.“

    Fortsetzung Teil 2:

    Teil 3

    #Rentenberatung
    #Erwerbsminderungsrente
    #Sozialrecht
    #Knieprothese
    #Lebensgeschichte

    *Susi als Verkäuferin im Supermarkt, Knieprobleme

    **Arztgespräch / Orthopädie / Knieprothese

    ***