Schlagwort: #Altersrente

  • Wichtiger Renten-Brief: Wer jetzt nicht reagiert, riskiert den Zahlungsstopp

    Wichtiger Renten-Brief: Wer jetzt nicht reagiert, riskiert den Zahlungsstopp

    Ein Beitrag von

    Rentenexperte Werner Hoffmann
    Rentenexperte Werner Hoffmann.

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    Jedes Jahr erhalten viele Rentner Post von der Deutschen Rentenversicherung beziehungsweise vom Renten Service der Deutschen Post.

    Für die meisten Rentner in Deutschland ist dies lediglich eine Information über die Rentenanpassung. Für bestimmte Rentenbezieher kann der Brief jedoch deutlich wichtiger sein.

    Besonders betroffen sind Rentner, die ihre deutsche Rente im Ausland beziehen oder in bestimmten Fällen ein ausländisches Bankkonto nutzen. Sie erhalten häufig zusätzlich eine sogenannte Lebensbescheinigung. Mit diesem Dokument muss nachgewiesen werden, dass der Rentenanspruch weiterhin besteht.

    Warum gibt es die Lebensbescheinigung?

    Die Rentenversicherung soll sicherstellen, dass Rentenzahlungen nicht über den Tod eines Berechtigten hinaus erfolgen. Deshalb wird in regelmäßigen Abständen ein Lebensnachweis verlangt.

    Wer muss reagieren?

    Wichtig: Rentner, die in Deutschland leben und ihre Rente auf ein deutsches Konto erhalten, müssen normalerweise keine Lebensbescheinigung einreichen. Anders sieht es bei vielen Rentenempfängern im Ausland aus.

    Sie müssen die zugesandte Bescheinigung sorgfältig ausfüllen, unterschreiben und von einer offiziellen Stelle bestätigen lassen. Anschließend muss das Original fristgerecht zurückgesandt werden.

    Wer darf die Bescheinigung bestätigen?

    Als bestätigende Stellen kommen unter anderem Behörden, Banken, Krankenkassen, Notare, Krankenhäuser, Rentenversicherungsträger, das Rote Kreuz oder deutsche Auslandsvertretungen infrage.

    Was passiert bei Fristversäumnis?

    Wer die Bescheinigung nicht rechtzeitig zurücksendet, erhält zunächst in der Regel eine Erinnerung. Erfolgt weiterhin keine Reaktion, können die Rentenzahlungen eingestellt werden. Deshalb sollte das Schreiben keinesfalls ignoriert werden.

    Mein Tipp als Rentenberater

    Wer eine Lebensbescheinigung erhält, sollte die Angaben sofort prüfen und die notwendigen Schritte zeitnah erledigen. Noch wichtiger ist jedoch die regelmäßige Überprüfung des eigenen Rentenbescheids und der Rentenberechnung. Fehler bei Versicherungszeiten, Zuschlägen oder Rentenarten kommen häufiger vor, als viele glauben.

    Eine frühzeitige Beratung durch einen unabhängigen Rentenberater nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) kann helfen, Ansprüche zu sichern und finanzielle Nachteile zu vermeiden.

    #Rente #DeutscheRentenversicherung #Lebensbescheinigung #Rentner #Rentenberatung

  • Generationenvertrag unter Druck? Warum das Umlageverfahren oft missverstanden wird

    Generationenvertrag unter Druck? Warum das Umlageverfahren oft missverstanden wird

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG) . –

    Immer wieder wird behauptet, der Generationenvertrag sei gescheitert und das Umlageverfahren der gesetzlichen Rentenversicherung könne langfristig nicht funktionieren. Doch das eigentliche Problem liegt nicht im Umlageverfahren selbst, sondern in den politischen und demografischen Rahmenbedingungen.

    Was ist der Generationenvertrag?

    Der Generationenvertrag ist kein schriftlicher Vertrag, sondern ein gesellschaftliches Prinzip. Die heute arbeitende Generation finanziert mit ihren Beiträgen die Renten der heutigen Rentner. Im Gegenzug finanzieren spätere Generationen die Renten der heutigen Beitragszahler.

    Die gesetzliche Rentenversicherung arbeitet dabei überwiegend nach dem Umlageverfahren. Die eingezahlten Beiträge werden nicht angespart, sondern unmittelbar für die laufenden Rentenzahlungen verwendet.

    Die eigentlichen Herausforderungen

    Die größte Herausforderung ist die demografische Entwicklung. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente, während weniger junge Menschen nachkommen.

    Hinzu kommt, dass viele Selbstständige, Beamte und Politiker nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Dadurch fehlen potenzielle Beitragszahler.

    Was andere Länder anders machen

    In vielen europäischen Staaten werden deutlich mehr Bevölkerungsgruppen in die Finanzierung der Altersvorsorge einbezogen.

    Beitragsbemessungsgrenze

    In Deutschland endet die Beitragspflicht an der Beitragsbemessungsgrenze. Einkommen oberhalb dieser Grenze bleiben beitragsfrei.

    In der Schweiz gibt es bei der staatlichen Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) keine vergleichbare Beitragsbemessungsgrenze. Auch hohe Einkommen bleiben beitragspflichtig, während die Rentenleistungen deutlich stärker begrenzt sind.

    Kapitaleinkünfte

    Die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgt heute nahezu ausschließlich aus Arbeitseinkommen.

    Kapitaleinkünfte wie Dividenden, Zinsen oder Aktiengewinne bleiben dagegen außen vor. Eine Beteiligung hoher Kapitaleinkünfte könnte die Finanzierungsbasis verbreitern und die Belastung von Arbeitseinkommen verringern.

    Nicht sinnvoll wären zusätzliche Renten- oder Sozialversicherungsbeiträge auf Mieteinnahmen. Diese würden häufig über höhere Mieten auf die Mieter abgewälzt.

    Arbeitgeberbeteiligung

    In mehreren europäischen Ländern beteiligen sich Arbeitgeber stärker an der gesamten Altersvorsorge ihrer Beschäftigten als in Deutschland.

    Insbesondere in der Schweiz, den Niederlanden, Dänemark und Schweden tragen Arbeitgeber bei der betrieblichen Altersvorsorge oft einen erheblichen Teil der Finanzierung.

    Versicherungsfremde Leistungen

    Zusätzlich finanziert die Rentenversicherung zahlreiche Aufgaben, die eigentlich aus Steuermitteln bezahlt werden müssten. Dazu gehören unter anderem Kindererziehungszeiten, Leistungen für Spätaussiedler, Teile der deutschen Einheit sowie weitere gesellschaftspolitische Aufgaben.

    Fazit

    Der Generationenvertrag ist nicht das eigentliche Problem der gesetzlichen Rentenversicherung. Das Umlageverfahren funktioniert seit Jahrzehnten zuverlässig.

    Die entscheidenden Fragen sind vielmehr: Wer zahlt ein? Welche Einkommen werden zur Finanzierung herangezogen? Und wie werden versicherungsfremde Leistungen finanziert?

    Eine breitere Finanzierungsbasis könnte dazu beitragen, die gesetzliche Rentenversicherung langfristig zu stabilisieren, ohne das Umlageverfahren grundsätzlich infrage zu stellen.

  • Teil 22a: Gesetzliche Rente in der Slowakei – Vergleich mit Deutschland

    Teil 22a: Gesetzliche Rente in der Slowakei – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG).-

    Die Slowakei besitzt ein staatlich geprägtes Rentensystem mit gesetzlicher Umlagerente und zusätzlicher Kapitaldeckung. Neben der staatlichen Altersversorgung existiert eine kapitalgedeckte „2. Säule“.

    Pflichtversicherung

    Slowakei:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige ab Einkommensmindestgrenze eingebunden,
    – Beamte eingebunden.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    👉 In der Slowakei sind mehr Berufsgruppen gesetzlich abgesichert.

    Wartezeit

    Slowakei:
    – Mindestversicherungszeit grundsätzlich ca. 15 Versicherungsjahre,
    – höhere Renten erst nach längeren Versicherungszeiten.

    Deutschland:
    – Mindestwartezeit meist 5 Jahre,
    – für besonders langjährig Versicherte 45 Jahre.

    Beitragsbeteiligung

    Die gesetzliche Altersversorgung wird über Pflichtbeiträge und teilweise Kapitaldeckung finanziert.

    Slowakei:
    – Arbeitgeber ca. 14 %,
    – Arbeitnehmer ca. 4 %,
    – Gesamt ca. 18 %.

    👉 Der Arbeitgeber trägt damit den deutlich größeren Anteil von knapp 78 % des Gesamtbeitrages.

    Diese Beiträge finanzieren:
    ✅ Altersrente
    ✅ Hinterbliebenenschutz
    ✅ Invalidität

    Kapitaldeckung

    Die Slowakei nutzt zusätzlich ein kapitalgedecktes System („2. Säule“).

    👉 Ein Teil der Beiträge fließt zusätzlich in private Kapitalanlagen.

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %
    – Gesamt 18,6 %

    👉 Deutschland setzt überwiegend auf das klassische Umlageverfahren.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Slowakei:
    – Durchschnittsverdienst ca. 1600 bis 1900 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 650 bis 850 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4300 bis 4500 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 € brutto monatlich.

    👉 Trotz niedrigerer Einkommen setzt die Slowakei zusätzlich auf Kapitaldeckung.

    Resümee

    Die Slowakei kombiniert staatliche Umlagerente mit zusätzlicher Kapitaldeckung.

    👉 Die zentrale Erkenntnis:
    Auch osteuropäische Staaten setzen teilweise stärker auf Pflichtversicherung und Kapitaldeckung als Deutschland sowie eine hohe Arbeitgeberbeteiligung von 78% des Gesamtbeitrages.

    Unabhängiger Rentenberater Werner Hoffmann.
    www.Renten-Experte.de .

    #Slowakei #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • Teil 21a: Gesetzliche Rente in Luxemburg – Vergleich mit Deutschland

    Teil 21a: Gesetzliche Rente in Luxemburg – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
    Werner Hoffmann.
    – Rentenberater (RDG).- www.Renten-experte.de .

    Luxemburg besitzt eines der leistungsstärksten gesetzlichen Rentensysteme Europas. Die gesetzliche Altersversorgung basiert auf einer staatlichen Umlagerente mit hohen Durchschnittsrenten und breiter Pflichtversicherung.

    Pflichtversicherung

    Luxemburg:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige eingebunden,
    – Beamte weitgehend eingebunden.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    👉 In Luxemburg sind deutlich mehr Berufsgruppen gesetzlich abgesichert.

    Beitragsbeteiligung

    Die gesetzliche Altersversorgung wird über Pflichtbeiträge und staatliche Zuschüsse finanziert.

    Luxemburg:
    – Arbeitgeber ca. 8 %,
    – Arbeitnehmer ca. 8 %,
    – Staat zusätzlich ca. 8 %,
    – Gesamtbelastung ca. 24 %.

    👉 Der Staat beteiligt sich direkt an der Finanzierung der gesetzlichen Rente.

    Diese Beiträge finanzieren:
    ✅ Altersrente
    ✅ Hinterbliebenenschutz
    ✅ Invalidität

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %
    – Gesamt 18,6 %

    👉 Deutschland finanziert die gesetzliche Rentenversicherung ohne festen Staatsanteil im Beitragssystem.

    Wartezeit

    Luxemburg:
    – Mindestversicherungszeit grundsätzlich ca. 10 Versicherungsjahre,
    – volle Rentenansprüche erst nach längeren Versicherungszeiten.

    Deutschland:
    – Mindestwartezeit meist 5 Jahre,
    – für besonders langjährig Versicherte 45 Jahre.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Luxemburg:
    – Durchschnittsverdienst häufig über 6000 bis 7000 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente häufig ca. 2500 bis 3500 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4300 bis 4500 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 € brutto monatlich.

    👉 Luxemburg gehört zu den Ländern mit den höchsten gesetzlichen Renten Europas.

    Besonderheit Luxemburg

    Luxemburg profitiert zusätzlich von: – hoher Wirtschaftsleistung, – vielen Grenzgängern, – hohen Einkommen, – staatlicher Mitfinanzierung.

    Resümee

    Luxemburg setzt auf breite Pflichtversicherung, hohe Einkommen und starke staatliche Mitfinanzierung.

    👉 Die zentrale Erkenntnis:
    Die Kombination aus hohen Einkommen, Pflichtversicherung und Staatszuschüssen führt in Luxemburg zu deutlich höheren gesetzlichen Renten als in Deutschland.

    Unabhängiger Rentenberater. Werner Hoffmann

    #Luxemburg #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • Teil 20a: Gesetzliche Rente in Rumänien – Vergleich mit Deutschland

    Teil 20a: Gesetzliche Rente in Rumänien – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
    Werner Hoffmann.
    – Rentenberater (RDG). –
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    Rumänien besitzt ein stark staatlich geprägtes Rentensystem. Die gesetzliche Altersversorgung basiert überwiegend auf einer staatlichen Umlagerente. Zusätzlich greift der Staat mit Zuschüssen und Sonderregelungen ein.

    Pflichtversicherung

    Rumänien:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige teilweise eingebunden,
    – Beamte überwiegend eingebunden.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    👉 In Rumänien sind mehr Berufsgruppen staatlich abgesichert.

    Wartezeit

    Rumänien:
    – reguläre Altersrente grundsätzlich ab ca. 15 Versicherungsjahren,
    – höhere Renten erst nach längeren Versicherungszeiten.

    Deutschland:
    – Mindestwartezeit meist 5 Jahre,
    – für besonders langjährig Versicherte 45 Jahre.

    Beitragsbeteiligung

    Die gesetzliche Altersversorgung wird über Pflichtbeiträge und massive Staatszuschüsse finanziert.

    Rumänien:
    – Arbeitgeber ca. 2,25 %,
    – Arbeitnehmer ca. 25 % Sozialbeitrag.

    👉 In Rumänien tragen Arbeitnehmer einen deutlich höheren Anteil der Finanzierung.

    Diese Beiträge finanzieren:
    ✅ Altersrente
    ✅ Hinterbliebenenschutz
    ✅ Invalidität

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %
    – Gesamt 18,6 %

    👉 Deutschland finanziert die gesetzliche Rentenversicherung exakt 50:50.

    Staatliche Zuschüsse

    Rumänien stützt allerdings massiv das Rentensystem zusätzlich durch:

    • staatliche Zuschüsse,
    • Pensii speciale (Sonderpensionen),
    • den kapitalgedeckten Zusatzbaustein Pilonul II.

    👉 Beim „Pilonul II“ fließt ein Teil der Beiträge zusätzlich in private Kapitalanlagen.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Rumänien:
    – Durchschnittsverdienst ca. 1400 bis 1700 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 450 bis 650 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4300 bis 4500 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 € brutto monatlich.

    Resümee

    Rumänien setzt stärker auf staatliche Eingriffe, Zuschüsse und Pflichtversicherung.

    👉 Die zentrale Erkenntnis:
    Europäische Rentensysteme unterscheiden sich massiv bei Finanzierung, Staatszuschüssen und Kapitaldeckung.

    #Rumänien #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • Zwillinge – gleicher Geburtstag, gleiches Leben? Warum wenige hundert Euro Nebenverdienst später über zehntausende Euro Rente entscheiden können

    Zwillinge – gleicher Geburtstag, gleiches Leben? Warum wenige hundert Euro Nebenverdienst später über zehntausende Euro Rente entscheiden können

    17. Mai 2026

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann – Rentenberater (RDG) – www.Renten-Experte.de

    Susi und Christine sind Zwillingsschwestern. Beide wurden am gleichen Tag geboren, arbeiteten viele Jahre sozialversicherungspflichtig und bekamen jeweils ein Kind.

    Eigentlich verlief ihr Leben nahezu identisch.

    Doch Jahrzehnte später zeigte sich bei einer Rentenberatung: Christine konnte zwei Jahre früher abschlagsfrei in Rente gehen – Susi nicht.

    Der Unterschied: Christine arbeitete während der Kinder-Berücksichtigungszeit nicht.

    Susi dagegen war nebenbei selbstständig tätig: bei DVAG, OVB, Herbalife, Tupperware, Amway und Vorwerk.

    Teilweise verdiente sie nur 300 bis 600 Euro monatlich.

    „Das bisschen Nebenverdienst wird doch keine Rolle spielen“, dachte sie damals.

    Doch genau darin lag später das Problem.

    Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung können nach § 57 SGB VI bis zum 10. Lebensjahr des Kindes entstehen. Diese Zeiten können später für die wichtige Wartezeit von 45 Jahren mitzählen.

    Wer die 45 Jahre erfüllt, kann häufig die Altersrente für besonders langjährig Versicherte ohne Abschläge erhalten.

    Gefährlich wird es, wenn während dieser Zeit umfangreichere selbstständige Tätigkeiten ausgeübt werden.

    Dabei ist nicht allein der Gewinn entscheidend. Wichtiger sind oft zeitlicher Aufwand, Organisation, Kundenbetreuung, Schulungen, Vertriebsstrukturen und Dauer der Tätigkeit.

    Gerade Strukturvertriebe wirken auf die Deutsche Rentenversicherung häufig wie vollwertige Erwerbstätigkeiten – selbst wenn nur geringe Gewinne erzielt wurden.

    Christine erreichte durch die anerkannten Berücksichtigungszeiten die 45 Versicherungsjahre.

    Folge: Sie konnte zwei Jahre früher ohne Abschläge in Rente gehen.

    Susi verlor dagegen durch problematische Zeiten einen Teil der anrechenbaren Berücksichtigungszeiten. Dadurch fehlten Monate zur 45-jährigen Wartezeit.

    Die Folge: entweder spätere Regelaltersrente oder vorgezogene Altersrente mit lebenslangen Abschlägen.

    Beispiel:
    Monatsrente 1400 Euro.

    Bei zwei Jahren späterem Rentenbeginn:

    24 Monate × 1400 Euro = 33600 Euro weniger Rentenzahlung.

    Hinzu kommen mögliche lebenslange Abschläge von über 7 %.

    Ein kleiner Nebenverdienst kann damit später massive Auswirkungen auf die Altersrente haben.

    Deshalb sollten Zeiten der Kindererziehung und selbstständige Nebentätigkeiten frühzeitig rentenrechtlich geprüft werden. Oft entscheiden wenige Monate später über viele tausend Euro Rente.

    Unabhängiger Rentenberater Werner Hoffmann.

    #Rente #Kindererziehung #45Jahre #Berücksichtigungszeit #Rentenberatung

  • Teil 18a: Gesetzliche Rente in Tschechien – Vergleich mit Deutschland

    Teil 18a: Gesetzliche Rente in Tschechien – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    Rentenberater (RDG).

    Tschechien besitzt ein stärker staatlich geprägtes Rentensystem als Deutschland. Die gesetzliche Altersversorgung basiert überwiegend auf einer staatlichen Umlagerente. Private Vorsorge spielt eine geringere Rolle als in vielen westlichen Staaten.

    Pflichtversicherung

    Tschechien:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige eingebunden,
    – Beamte eingebunden.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    👉 In Tschechien sind mehr Berufsgruppen staatlich abgesichert.

    Beitragsbeteiligung

    Die gesetzliche Altersversorgung wird überwiegend über Pflichtbeiträge finanziert.

    Tschechien:
    – Arbeitgeber ca. 21,5 %
    – Arbeitnehmer ca. 6,5 %
    – Gesamt ca. 28 %

    👉 Der Arbeitgeber trägt damit den deutlich größeren Anteil.

    Diese Beiträge finanzieren:

    ✅ Altersrente
    ✅ Hinterbliebenenschutz
    ✅ Invalidität

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %
    – Gesamt 18,6 %

    👉 Deutschland finanziert die gesetzliche Rentenversicherung exakt 50:50.

    Beitragsbemessungsgrenze

    Tschechien:
    👉 Hohe Einkommen werden stärker zur Finanzierung der gesetzlichen Altersversorgung herangezogen als in Deutschland.

    Deutschland:
    – BBG 2026 West ca. 8050 € brutto monatlich.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Tschechien:
    – Durchschnittsverdienst ca. 1800 bis 2000 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 800 bis 1000 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4300 bis 4500 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 € brutto monatlich.

    👉 Trotz niedrigerer Einkommen trägt in Tschechien der Arbeitgeber einen wesentlich höheren Anteil der Finanzierung.

    Besonderheit Tschechien

    Tschechien setzt stärker auf:

    • staatliche Solidarität
    • Pflichtversicherung
    • breitere Einbindung verschiedener Berufsgruppen

    Private Vorsorge existiert zusätzlich, ist aber weniger dominant als in Irland oder den Niederlanden.

    Resümee

    Tschechien setzt stärker auf staatliche Absicherung und hohe Arbeitgeberanteile.

    👉 Die zentrale Erkenntnis:
    Auch in osteuropäischen Staaten tragen Arbeitgeber teilweise deutlich höhere Anteile der gesetzlichen Altersversorgung als in Deutschland.

    Deutschland.

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    WhatsApp-Anfrage an Werner Hoffmann senden über WhatsAPP-Nr. +49 7156 34354

    #Tschechien #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • Teil 17a: Gesetzliche Rente in Irland – Vergleich mit Deutschland

    Teil 17a: Gesetzliche Rente in Irland – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG). –

    Irland besitzt ein deutlich anders aufgebautes Rentensystem als Deutschland. Die gesetzliche Altersrente ist stärker als Grundabsicherung ausgestaltet. Zusätzlich spielen betriebliche und private Vorsorge eine wesentlich größere Rolle.

    Funktionsprinzip

    Irland:
    – staatliche Grundrente,
    – steuerfinanzierte Elemente,
    – starke private Vorsorge.

    Deutschland:
    – gesetzliche Umlagerente mit Entgeltpunkten.

    Irland setzt stärker auf zusätzliche private Absicherung.

    Pflichtversicherung

    Irland:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige eingebunden,
    – Beamte stärker staatlich abgesichert als in Deutschland.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    In Irland sind deutlich mehr Berufsgruppen staatlich abgesichert.

    Beitragsbeteiligung

    In Irland erfolgt die Finanzierung über das sogenannte PRSI-System.

    Daraus werden gemeinsam finanziert:

    • Altersrente
    • Hinterbliebenenschutz
    • Invalidität
    • Krankheit

    Irland:
    – Arbeitnehmer ca. 4,2 %
    – Arbeitgeber ca. 11,25 %

    Auch in Irland übernimmt der Arbeitgeber den größeren Teil der Sozialversicherungsbeiträge.

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %

    Deutschland finanziert die gesetzliche Rentenversicherung exakt 50:50.

    Beitragsbemessungsgrenze

    Irland:
    – keine klassische starre BBG wie in Deutschland.

    Deutschland:
    – BBG 2026 West ca. 8050 € brutto monatlich.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Irland:
    – Durchschnittsverdienst häufig über 4500 €
    – staatliche Altersrente häufig ca. 1300 bis 1500 €

    Deutschland:
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 €

    Die irische gesetzliche Rente soll vor allem eine Grundabsicherung darstellen.

    Resümee

    Irland kombiniert staatliche Grundabsicherung mit stärkerer privater Vorsorge.

    Die zentrale Erkenntnis:
    Auch in Irland tragen Arbeitgeber den größeren Teil der Sozialversicherungsbeiträge und mehr Berufsgruppen sind staatlich abgesichert als in Deutschland.

    https://Rentenberater.blog

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    #Irland #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • Teil 15a: Gesetzliche Rente in Finnland – Vergleich mit Deutschland

    Teil 15a: Gesetzliche Rente in Finnland – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG).-

    Finnland besitzt eines der stabilsten Rentensysteme Europas. Die Altersversorgung basiert auf gesetzlicher Pflichtversicherung, Kapitaldeckung und automatischen Anpassungen an die Lebenserwartung.

    Funktionsprinzip

    Finnland:
    – einkommensbezogene gesetzliche Rente,
    – betriebliche Pflichtsysteme,
    – teilweise Kapitaldeckung.

    Deutschland:
    – Umlagesystem mit Entgeltpunkten.

    Finnland kombiniert Umlage und Kapitaldeckung stärker als Deutschland.

    Pflichtversicherung

    Finnland:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige einbezogen,
    – Beamte im staatlichen System integriert.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    In Finnland sind nahezu alle Berufsgruppen in die staatliche Altersversorgung eingebunden.

    Beitragsbeteiligung

    Finnland:
    – Gesamtbeitrag häufig ca. 24–25 %,
    – Arbeitgeber meist ca. 15–17 %,
    – Arbeitnehmer meist ca. 7–9 %.

    Arbeitgeber finanzieren häufig rund 60 % der Beiträge.

    Deutschland:
    – insgesamt 18,6 %,
    – Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils 9,3 %.

    Auch in Finnland bezahlen Arbeitgeber höhere Beitragsanteile zur gesetzlichen Rente.

    Beitragsbemessungsgrenze

    Finnland:
    – keine Beitragsbemessungsgrenze

    Deutschland:
    – BBG 2026 West ca. 8.050 € brutto monatlich.

    Hohe Einkommen werden in Finnland stärker in die Finanzierung einbezogen.

    Kapitaldeckung und Anlagen

    Finnische Rentenversicherungen investieren weltweit in:

    • Aktien
    • Immobilien
    • Infrastruktur
    • Unternehmen

    Dadurch entstehen zusätzliche Kapitalerträge.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Finnland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4.000–4.300 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche gesetzliche Altersrente ca. 1.700–1.900 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4.300–4.500 €,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1.050–1.200 €.

    Die zentrale Erkenntnis:
    Nahezu alle Berufsgruppen sind eingebunden und Arbeitgeber zahlen höhere Rentenbeiträge als Arbeitnehmer.

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    #Finnland #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • RENTEN-SCHOCK DURCH MERZ? WARUM DIESE PLÄNE MILLIONEN TREFFEN KÖNNTEN!

    RENTEN-SCHOCK DURCH MERZ? WARUM DIESE PLÄNE MILLIONEN TREFFEN KÖNNTEN!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann Überzeugter demokratischer Europäer
    Werner Hoffmann
    – Überzeugter demokratischer Europäer – Rentenberater (RDG) -.

    Die Diskussion um die Zukunft der gesetzlichen Rente nimmt eine neue, brisante Wendung. Laut einem Bericht von t-online plant Friedrich Merz, den Bundeszuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung zu senken.

    Was technisch klingt, hat enorme Auswirkungen.

    Was bedeutet der Bundeszuschuss?

    Er gleicht politisch gewollte Leistungen aus, die nicht allein durch Beiträge finanziert werden können:

    • Kindererziehungszeiten,
    • Rentenansprüche aus DDR-Zeiten,
    • gesellschaftspolitische Leistungen, z.B. Mütterrente, Zuschlag zur Grundrente.

    Eine Kürzung führt sofort zu einer Finanzierungslücke.

    Die entscheidenden Zahlen

    Der Bundeszuschuss liegt bei rund:

    • 110 bis 120 Milliarden Euro jährlich,
    • etwa 25–30 % der Rentenausgaben.

    Doch das reicht nicht:

    Nach Einschätzungen aus dem Umfeld der Deutschen Rentenversicherung Bund fehlen seit Jahren:

    • 20 bis 40 Milliarden Euro jährlich.

    Ein sachgerechter Zuschuss läge eher bei:

    • 130 bis 160 Milliarden Euro jährlich.

    Die Folgen einer Kürzung

    • steigende Beiträge,
    • sinkendes Rentenniveau,
    • mehr private Vorsorge.

    Hier wird es politisch brisant.

    Die Strategie dahinter

    • Die gesetzliche Rente wird als unzureichend dargestellt,
    • gleichzeitig finanziell unter Druck gesetzt,
    • während bAV und private Vorsorge gestärkt werden.

    Das Problem:

    In Deutschland liegt die Arbeitgeberbeteiligung an der Gesamtversorgung oft unter 50 % – deutlich weniger als in vielen europäischen Ländern.

    Was wirklich passiert

    • wird die gesetzliche Rente geschwächt,
    • müssen Arbeitnehmer mehr vorsorgen,
    • werden Arbeitgeber entlastet.

    Das ist kein Zufall, sondern eine politische Weichenstellung.

    Resümee

    Aus meiner Sicht wird gezielt Meinungsmache betrieben – auch durch CDU, CSU, FDP, AfD und Arbeitgeber.

    Die gesetzliche Rente wird schlechter dargestellt, um bAV und private Vorsorge als Lösung zu präsentieren.

    Das Problem: Diese Modelle haben oft minimale Arbeitgeberzuschüsse.

    In vielen europäischen Ländern beteiligen sich Arbeitgeber deutlich stärker – in Deutschland bleibt ihr Anteil vergleichsweise gering.

    https://Rentenberater.blog

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    https://table.media/berlin/news/haushalt-rentenversicherung-kritisiert-geplante-kuerzung

    #Rente #Merz #Rentenpolitik #Altersvorsorge #Deutschland