Schlagwort: Altersvorsorge

  • Was würde passieren, wenn Deutschland das Schweizer Modell übernehmen würde?

    Was würde passieren, wenn Deutschland das Schweizer Modell übernehmen würde?

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG). –
    https://www.Renten-Experte.de

    Warum sind die Beitragssätze zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland deutlich höher als in der Schweiz?

    Der Hauptunterschied liegt vor allem bei:

    • der Versicherungspflicht,
    • der Beitragsbemessungsgrenze,
    • und der Finanzierungsbasis.

    Deutschland: Hohe Beiträge – aber begrenzte Einnahmen

    In Deutschland beträgt der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung 18,6 %.

    Gleichzeitig gibt es:

    • eine Beitragsbemessungsgrenze von rund 101.400 € jährlich,
    • zahlreiche Selbstständige ohne Pflichtversicherung,
    • Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    • eigene Versorgungssysteme vieler Freiberufler.

    Dadurch werden hohe Einkommen oft gar nicht oder nur teilweise zur Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung herangezogen.

    Schweiz: Breitere Finanzierung – niedrigerer Beitragssatz

    Die Schweizer AHV funktioniert deutlich breiter:

    • nahezu alle Erwerbstätigen sind versichert,
    • auch Selbstständige,
    • Beiträge werden grundsätzlich auf das gesamte Einkommen erhoben,
    • eine klassische deutsche Beitragsbemessungsgrenze existiert praktisch nicht.

    Der Beitragssatz liegt deshalb nur bei rund 10,6 %.

    Besonders interessant:

    Auch Nichterwerbstätige müssen in der Schweiz häufig AHV-Beiträge zahlen, z. B.:

    • vermögende Privatpersonen,
    • Frühpensionäre,
    • Personen mit hohen Kapitalerträgen,
    • Personen mit größeren Vermögen.

    Die Beiträge orientieren sich teilweise auch am Vermögen und an Renteneinkünften.

    Was würde das in Deutschland verändern?

    Würde Deutschland das Schweizer Modell übernehmen, müssten zusätzlich einzahlen:

    • Beamte,
    • Abgeordnete,
    • Selbstständige,
    • Freiberufler,
    • Spitzenverdiener ohne BBG-Begrenzung.

    Dadurch würde die Einnahmebasis der gesetzlichen Rentenversicherung massiv steigen.

    Viele Experten gehen deshalb davon aus, dass der Beitragssatz langfristig auf etwa 10,5 bis 12 % sinken könnte — oder alternativ höhere Renten finanzierbar wären.

    Resümee

    Normale Arbeitnehmer würden vermutlich erheblich entlastet.

    Eine Senkung des Beitragssatzes von 18,6 % auf beispielsweise 11 % entspräche einer Reduzierung um 7,6 Prozentpunkte.

    Bei einem durchschnittlichen Jahresarbeitsentgelt von rund 51.904 € ergäbe dies rechnerisch eine Entlastung von etwa 3.944 € jährlich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen.

    #Rente #Schweiz #AHV #Rentenversicherung #Sozialabgaben

  • Teil 24a: Gesetzliche Rente in Kroatien – Vergleich mit Deutschland

    Teil 24a: Gesetzliche Rente in Kroatien – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG). –

    Kroatien besitzt ein staatlich geprägtes Rentensystem mit gesetzlicher Umlagerente und verpflichtender Kapitaldeckung. Neben der staatlichen Altersversorgung existiert eine kapitalgedeckte „2. Säule“.

    Pflichtversicherung

    Kroatien:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige weitgehend eingebunden,
    – Beamte eingebunden.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    👉 In Kroatien sind mehr Berufsgruppen gesetzlich abgesichert.

    Wartezeit

    Kroatien:
    – Mindestversicherungszeit grundsätzlich ca. 15 Versicherungsjahre,
    – höhere Renten erst nach längeren Versicherungszeiten.

    Deutschland:
    – Mindestwartezeit meist 5 Jahre,
    – für besonders langjährig Versicherte 45 Jahre.

    Beitragsbeteiligung

    Die gesetzliche Altersversorgung wird über Pflichtbeiträge und Kapitaldeckung finanziert.

    Kroatien:
    – Arbeitnehmer zahlen insgesamt ca. 20 % Rentenbeiträge,
    – davon ca. 15 % in die staatliche Umlagerente („1. Säule“),
    – zusätzlich ca. 5 % verpflichtend in die kapitalgedeckte „2. Säule“,
    Arbeitgeber zahlen überwiegend Krankenversicherungs- und andere Sozialbeiträge, jedoch praktisch keine eigenen Rentenversicherungsbeiträge.

    👉 Die Finanzierung der gesetzlichen Altersversorgung liegt damit überwiegend beim Arbeitnehmer.

    Diese Beiträge finanzieren:
    ✅ Altersrente
    ✅ Hinterbliebenenschutz
    ✅ Invalidität

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %
    – Gesamt 18,6 %

    👉 Deutschland setzt überwiegend auf das klassische Umlageverfahren.

    Staatliche Zuschüsse

    Kroatien stabilisiert die gesetzliche Rente zusätzlich regelmäßig über den Staatshaushalt.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Kroatien:
    – Durchschnittsverdienst ca. 1700 bis 2100 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 550 bis 800 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4300 bis 4500 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 € brutto monatlich.

    Resümee

    Kroatien kombiniert Umlagerente, Kapitaldeckung und staatliche Zuschüsse.

    👉 Die zentrale Erkenntnis:
    Auch kleinere europäische Staaten setzen teilweise stärker auf verpflichtende Kapitaldeckung als Deutschland.

    #Kroatien #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • Teil 20a: Gesetzliche Rente in Rumänien – Vergleich mit Deutschland

    Teil 20a: Gesetzliche Rente in Rumänien – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
    Werner Hoffmann.
    – Rentenberater (RDG). –
    www.Renten-experte.de .

    Rumänien besitzt ein stark staatlich geprägtes Rentensystem. Die gesetzliche Altersversorgung basiert überwiegend auf einer staatlichen Umlagerente. Zusätzlich greift der Staat mit Zuschüssen und Sonderregelungen ein.

    Pflichtversicherung

    Rumänien:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige teilweise eingebunden,
    – Beamte überwiegend eingebunden.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    👉 In Rumänien sind mehr Berufsgruppen staatlich abgesichert.

    Wartezeit

    Rumänien:
    – reguläre Altersrente grundsätzlich ab ca. 15 Versicherungsjahren,
    – höhere Renten erst nach längeren Versicherungszeiten.

    Deutschland:
    – Mindestwartezeit meist 5 Jahre,
    – für besonders langjährig Versicherte 45 Jahre.

    Beitragsbeteiligung

    Die gesetzliche Altersversorgung wird über Pflichtbeiträge und massive Staatszuschüsse finanziert.

    Rumänien:
    – Arbeitgeber ca. 2,25 %,
    – Arbeitnehmer ca. 25 % Sozialbeitrag.

    👉 In Rumänien tragen Arbeitnehmer einen deutlich höheren Anteil der Finanzierung.

    Diese Beiträge finanzieren:
    ✅ Altersrente
    ✅ Hinterbliebenenschutz
    ✅ Invalidität

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %
    – Gesamt 18,6 %

    👉 Deutschland finanziert die gesetzliche Rentenversicherung exakt 50:50.

    Staatliche Zuschüsse

    Rumänien stützt allerdings massiv das Rentensystem zusätzlich durch:

    • staatliche Zuschüsse,
    • Pensii speciale (Sonderpensionen),
    • den kapitalgedeckten Zusatzbaustein Pilonul II.

    👉 Beim „Pilonul II“ fließt ein Teil der Beiträge zusätzlich in private Kapitalanlagen.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Rumänien:
    – Durchschnittsverdienst ca. 1400 bis 1700 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 450 bis 650 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4300 bis 4500 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 € brutto monatlich.

    Resümee

    Rumänien setzt stärker auf staatliche Eingriffe, Zuschüsse und Pflichtversicherung.

    👉 Die zentrale Erkenntnis:
    Europäische Rentensysteme unterscheiden sich massiv bei Finanzierung, Staatszuschüssen und Kapitaldeckung.

    #Rumänien #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • Teil 19a: Gesetzliche Rente in Ungarn – Vergleich mit Deutschland

    Teil 19a: Gesetzliche Rente in Ungarn – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
    Werner Hoffmann.
    – Rentenberater (RDG). –
    www.Renten-experte.de .

    Ungarn besitzt ein stärker staatlich geprägtes Rentensystem als Deutschland. Die gesetzliche Altersversorgung basiert überwiegend auf einer staatlichen Umlagerente. Private Vorsorge existiert zusätzlich, spielt aber eine geringere Rolle als in vielen westlichen Staaten.

    Pflichtversicherung

    Ungarn:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige eingebunden,
    – Beamte eingebunden.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    👉 In Ungarn sind mehr Berufsgruppen staatlich abgesichert.

    Wartezeit

    Ungarn:
    – reguläre Altersrente grundsätzlich ab 20 Versicherungsjahren,
    – teilweise Ansprüche bereits ab 15 Versicherungsjahren möglich.

    Deutschland:
    – Mindestwartezeit meist 5 Jahre,
    – für besonders langjährig Versicherte 45 Jahre.

    👉 Ungarn verlangt für eine volle Altersrente deutlich längere Mindestversicherungszeiten als Deutschland.

    Beitragsbeteiligung

    Die gesetzliche Altersversorgung wird überwiegend über Pflichtbeiträge finanziert.

    Ungarn:
    – Arbeitgeber ca. 13 %,
    – Arbeitnehmer ca. 10 %.

    👉 Auch in Ungarn trägt der Arbeitgeber einen hohen Anteil der Finanzierung.

    Diese Beiträge finanzieren:
    ✅ Altersrente
    ✅ Hinterbliebenenschutz
    ✅ Invalidität

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %
    – Gesamt 18,6 %

    👉 Deutschland finanziert die gesetzliche Rentenversicherung exakt 50:50.

    Beitragsbemessungsgrenze

    Ungarn:
    👉 Hohe Einkommen werden stärker zur Finanzierung der gesetzlichen Altersversorgung herangezogen als in Deutschland.

    Deutschland:
    – BBG 2026 West ca. 8050 € brutto monatlich.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Ungarn:
    – Durchschnittsverdienst ca. 1600 bis 1900 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 550 bis 750 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4300 bis 4500 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 € brutto monatlich.

    Resümee

    Ungarn setzt stärker auf staatliche Absicherung und breite Pflichtversicherung.

    👉 Die zentrale Erkenntnis:
    Auch in osteuropäischen Staaten werden mehr Berufsgruppen in die gesetzliche Altersversorgung eingebunden als in Deutschland.

    #Ungarn #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • Teil 13a: Gesetzliche Rente in Litauen – Vergleich mit Deutschland

    Teil 13a: Gesetzliche Rente in Litauen – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG) -.

    Litauen besitzt ein beitragsorientiertes Rentensystem mit gesetzlicher Umlagerente und zusätzlicher Kapitaldeckung. Mehrere Reformen sollen die langfristige Stabilität sichern.

    Funktionsprinzip

    Litauen:
    Umlagerente plus Kapitaldeckung, Rentenhöhe abhängig von Beiträgen und Versicherungszeit.

    Deutschland:
    Umlagesystem mit Entgeltpunkten.

    Pflichtversicherung

    Litauen:
    Arbeitnehmer pflichtversichert, Selbstständige teilweise integriert, Beamte im staatlichen System eingebunden.

    Deutschland:
    Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung, viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    Beitragsbeteiligung

    Litauen:
    Gesamtbeitrag ca. 30 %, Arbeitgeber tragen rund 65 % des Gesamtbeitrags.

    Deutschland:
    insgesamt 18,6 %, Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils 9,3 %.

    BBG und Einkommen

    Litauen:
    Beitragsbemessungsgrenze ca. 114.000 € jährlich, Durchschnittsverdienst ca. 2.000 € – 2.200 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    BBG 2026 West ca. 8.050 € monatlich, Durchschnittsverdienst ca. 4.300 € – 4.500 € brutto monatlich.

    Wartezeit und Rentenbeginn

    Litauen:
    Mindestversicherungszeit ca. 15 Jahre, Regelalter Richtung 65 Jahre.

    Deutschland:
    Mindestwartezeit 5 Jahre, Regelalter Richtung 67 Jahre.

    Rentenhöhe

    Litauen:
    durchschnittliche Altersrente ca. 650 € – 750 € brutto monatlich, wobei die Lebenshaltungskosten in Litauen wesentlich niedriger sind, als in Deutschland.

    Deutschland:
    durchschnittlich ca. 1.050 € – 1.200 €, Eckrentner ca. 1.835 €.

    Resümee

    Litauen setzt stärker auf die Kombination aus Umlage und Kapitaldeckung.

    Die zentrale Erkenntnis: Kapitalgedeckte Elemente gewinnen in vielen europäischen Rentensystemen zunehmend an Bedeutung.

    www.Renten-Experte.de

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    Kontakt über WhatsApp:

    WhatsApp-Anfrage an Werner Hoffmann senden über WhatsAPP-Nr. +49 7156 34354

    #Litauen #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • Teil 11a: Gesetzliche Rente in Dänemark – Vergleich mit Deutschland

    Teil 11a: Gesetzliche Rente in Dänemark – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG). –

    Dänemark besitzt eines der stabilsten Alterssicherungssysteme Europas. Die gesetzliche Grundrente wird überwiegend aus Steuern finanziert und zusätzlich durch starke Betriebsrenten ergänzt. Dadurch erreichen viele Rentner ein deutlich höheres Gesamtniveau als in Deutschland.

    Funktionsprinzip

    Dänemark:
    Steuerfinanzierte Grundrente („Folkepension“) plus verpflichtende Zusatzvorsorge und starke Betriebsrenten.

    Deutschland:
    Umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung mit Entgeltpunkten.

    Dänemark kombiniert staatliche Basisabsicherung mit kapitalgedeckter Zusatzvorsorge.

    Pflichtversicherung

    Dänemark:
    Nahezu gesamte Bevölkerung einbezogen, Arbeitnehmer und Selbstständige abgesichert, Beamte im staatlichen System integriert.

    Deutschland:
    Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung, viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    Dänemark besitzt dadurch eine breitere Absicherungsbasis.

    Finanzierung

    Dänemark:
    Grundrente überwiegend steuerfinanziert, zusätzlicher Arbeitsmarktbeitrag („AM-bidrag“) ca. 8 %, starke verpflichtende Betriebsrenten.

    Typische Betriebsrentenbeiträge :

    • insgesamt häufig 12–18 %,
    • Arbeitgeber oft ca. 2/3
    • Arbeitnehmer ca. 1/3.

    Arbeitgeberbeteiligung somit 66,67%.

    Deutschland:
    Gesetzliche Rentenversicherung insgesamt 18,6 %, Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils 9,3 %.

    Arbeitgeber beteiligen sich in Dänemark besonders stark an der Zusatzvorsorge.

    Beitragsbemessungsgrenze

    Dänemark:
    Keine klassische deutsche Beitragsbemessungsgrenze bei der Grundrente.

    Deutschland:
    BBG 2026 West ca. 8.050 € monatlich.

    Wartezeit und Rentenbeginn

    Dänemark:
    Regelalter derzeit ca. 67 Jahre, automatische Anpassung an die Lebenserwartung.

    Deutschland:
    Regelalter ebenfalls schrittweise Richtung 67 Jahre.

    Rentenhöhe

    Dänemark:
    Staatliche Grundrente häufig ca. 1.500 € – 2.000 € monatlich, zusätzlich starke Betriebsrenten.

    Deutschland:
    Durchschnittlich ca. 1.050 € – 1.200 €, Eckrentner ca. 1.835 €.

    Dänemark erreicht durch die Kombination mehrerer Systeme häufig höhere Gesamtrenten.

    Resümee

    Dänemark zeigt ein breit finanziertes Alterssicherungssystem mit starker staatlicher Grundabsicherung und verpflichtender Zusatzvorsorge.

    Die zentrale Erkenntnis:
    Die Kombination aus steuerfinanzierter Grundrente und starken Betriebsrenten stabilisiert das Gesamtsystem langfristig.

    #Dänemark #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • MEHR EINZAHLER FÜR DIE RENTE? WARUM DIESE FORDERUNG DAS SYSTEM VERÄNDERN KÖNNTE!

    MEHR EINZAHLER FÜR DIE RENTE? WARUM DIESE FORDERUNG DAS SYSTEM VERÄNDERN KÖNNTE!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann

    – Rentenberater (RDG). –

    Immer mehr Menschen erkennen: Die gesetzliche Rentenversicherung bleibt nur stabil, wenn mehr Menschen einzahlen. Eine aktuelle Umfrage bestätigt das deutlich. Doch warum ist das so entscheidend?

    Das Kernproblem des Systems

    Die gesetzliche Rente funktioniert im Umlageverfahren. Das heißt: Die heutigen Beitragszahler finanzieren die Renten der heutigen Rentner. Doch dieses System gerät unter Druck, wenn zu wenige einzahlen.

    Wer fehlt im System?

    In Deutschland zahlen viele Gruppen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein:ä

    – Beamte,
    – Selbstständige,
    – Freiberufler,
    – Teile der Besserverdienenden (GGF von Kapitalgesellschaften etc.)

    Die Folge: Eine zu schmale Finanzierungsbasis – und steigender Druck auf Arbeitnehmer.

    Europa zeigt: Es geht anders

    Andere Länder sind längst weiter:

    – Österreich integriert Selbstständige in Pflichtsysteme,

    – Schweden hat ein einheitliches System für fast alle,

    – Niederlande setzen auf breite Beteiligung,

    – Italien hat Systeme zusammengeführt.

    Das Ergebnis: stabilere Systeme und oft höhere Renten.

    Mehr Einzahler = mehr Stabilität

    Eine breitere Beteiligung würde:

    die Finanzierung stabilisieren,
    die Renten sichern,
    mehr Gerechtigkeit schaffen.

    Warum passiert das nicht?

    Parteien wie CDU, CSU, FDP und AfD setzen stärker auf private Vorsorge und betriebliche Modelle. Gleichzeitig bleibt die Arbeitgeberbeteiligung oft unter 50 %.

    Die Last verschiebt sich damit zunehmend auf die Arbeitnehmer.

    Resümee

    Die Lösung liegt auf der Hand: Mehr Einzahler bedeuten mehr Stabilität. Die Bevölkerung hat das längst erkannt – jetzt ist die Politik gefragt.

    Und bei Beamten wäre die Änderung natürlich mit einer zusätzlichen bAV (ZVK wie bei Angestellten) und einer zusätzlichen Erhöhung der Bezüge verbunden (Arbeitnehmeranteil zur GRV).

    #Rente #Rentenversicherung #Altersvorsorge #Sozialpolitik #Deutschland

  • Teil 6b: Betriebliche Altersversorgung (bAV) im Vereinigten Königreich – Vergleich mit Deutschland

    Teil 6b: Betriebliche Altersversorgung (bAV) im Vereinigten Königreich – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG). –

    Die betriebliche Altersversorgung spielt im Vereinigten Königreich eine zentrale Rolle. Anders als in Deutschland ist sie nicht nur Ergänzung, sondern wesentlicher Bestandteil der Altersvorsorge.

    Grundprinzip

    Vereinigtes Königreich:
    Automatisches Einschreiben (Auto-Enrolment), nahezu alle Arbeitnehmer einbezogen, Opt-out möglich.

    Deutschland:
    Freiwillige Teilnahme, stark abhängig vom Arbeitgeber.

    Ergebnis: Im UK ist die bAV nahezu flächendeckend, in Deutschland deutlich lückenhafter.

    Beitragsstruktur

    Vereinigtes Königreich:
    Gesamtbeitrag ca. 8 %,
    Arbeitnehmer ca. 5 %,
    Arbeitgeber mindestens 3 %,
    Staat unterstützt über Steuererleichterungen.

    Deutschland:
    häufig Entgeltumwandlung,
    Arbeitnehmer trägt den Hauptteil,
    Arbeitgeberzuschuss meist nur 15 % des Beitrags.

    Gesamtrente im Vergleich

    Vereinigtes Königreich:
    State Pension ca. 1.050 €,
    mit bAV und privater Vorsorge im Schnitt ca. 1.200 € – 1.300 €.

    Deutschland:
    gesetzliche Rente ca. 1.050 € – 1.200 €,
    gesamt mit Zusatzvorsorge ca. 1.400 € – 1.600 €,
    Eckrentner ca. 1.835 €.

    Unterschied: Im UK ist Zusatzvorsorge zwingend, in Deutschland Ergänzung.

    Systemlogik

    UK: Grundrente + verpflichtende Zusatzvorsorge.
    Deutschland: gesetzliche Rente + freiwillige Ergänzung.

    Resümee

    Das Vereinigte Königreich setzt auf eine verpflichtende, kapitalgedeckte Zusatzvorsorge mit klarer Arbeitgeberbeteiligung.

    Die zentrale Erkenntnis: Eine starke Altersvorsorge entsteht durch automatische Einbindung und klare Beiträge.

    Wichtig: Erst die Kombination aus gesetzlicher Rente, betrieblicher Altersversorgung und staatlicher Unterstützung zeigt die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Systems.

    So mancher Politiker (AfD, CDU, CSU und FDP) würde zu gerne die deutsche gesetzliche Rentenversicherung dem Modell des Vereinigten Königreichs angleichen und außer einer Basisversorgung alles auf zusätzliche Vorsorge verlagern. Gleichzeitig würde dies zu einer erheblichen Reduzierung des Arbeitgeberanteils führen.

    👉 Innerhalb Europas zählt die Altersversorgung in Deutschland bereits heute zu den schwächeren Modellen.

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    #Großbritannien #bAV #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • DIE 70 %-RENTEN-ILLUSION DER AfD – WARUM DIESE ZAHLENLÜGE JEDER DURCHSCHAUEN KANN

    DIE 70 %-RENTEN-ILLUSION DER AfD – WARUM DIESE ZAHLENLÜGE JEDER DURCHSCHAUEN KANN

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    Rentenberater (RDG).

    Die AfD wirbt mit einer einfachen Botschaft: 70 % Rente.

    Klingt nach Sicherheit. Doch wer genauer hinschaut, erkennt: Diese Zahl passt nicht zu den eigenen Forderungen der AfD.

    1. Mindestlohn abschaffen = weniger Rente

    Niedrigere Löhne bedeuten weniger Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung.

    70 % von wenig bleiben wenig.

    2. Tarifrecht schwächen = sinkende Löhne

    Geringere Einkommen, weniger Zusatzleistungen und schwächere Absicherung bedeuten: weniger Einnahmen für die Rente.

    3. Weniger Beitragszahler

    Weniger oder schlechter bezahlte Erwerbstätige bedeuten weniger Einzahlungen. Das Umlagesystem braucht aber viele Einzahler.

    4. Beamte einbeziehen – kein Vorteil

    Das bringt kurzfristig mehr Einnahmen, langfristig aber auch mehr Rentenansprüche.

    Kein nachhaltiger Effekt.

    5. Selbstständige außen vor

    Viele zahlen weiterhin nicht ein, die Finanzierungsbasis bleibt lückenhaft.

    MEHR NOCH: Kleine Selbstständige tragen das Risiko allein – und landen im Alter oft in der Sozialhilfe.

    6. Der größte Denkfehler

    Die 70 % sind keine gesetzliche Rente, sondern nur als Gesamtversorgung möglich:

    • gesetzliche Rente,
    • Betriebsrente,
    • private Vorsorge.

    Das Problem: Betriebsrenten hängen oft an Tarifverträgen. Private Vorsorge muss selbst bezahlt werden.

    Bei sinkenden Löhnen gilt daher: Wer soll das finanzieren?

    Die Konsequenz

    Weniger Lohn, weniger Beiträge, schwächere Vorsorge – aber höhere Versprechen.

    Das passt nicht zusammen.

    Resümee

    Die 70 %-Rente wirkt attraktiv, ist aber widersprüchlich.

    Die Voraussetzungen für hohe Renten werden gleichzeitig geschwächt.

    Am Ende bleibt: Ein starkes Versprechen – ohne tragfähige Grundlage.

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    #Rente #AfD #Rentenlüge #Altersvorsorge #Deutschland

  • 💥 70 % Rente? Die Rechnung der AfD geht nicht auf!

    💥 70 % Rente? Die Rechnung der AfD geht nicht auf!

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
    Werner Hoffmann.
    – Rentenberater (RDG).
    www.Renten-experte.de .

    Die Alternative für Deutschland – AfD – verspricht 70 % Rente.

    Doch hinter dieser Zahl steckt ein Problem:

    👉 Die Rechnung geht nicht auf.

    Das Grundproblem

    Die AfD will gleichzeitig:

    • höhere Renten,
    • stabile Beiträge,
    • weniger Zuwanderung.

    👉 Klingt gut – ist aber mathematisch widersprüchlich.

    Warum das nicht funktioniert

    Die gesetzliche Rente der Deutsche Rentenversicherung basiert auf dem Umlageverfahren:

    👉 Beitragszahler finanzieren Rentner.

    Wenn:

    • weniger Menschen einzahlen,
    • aber mehr Geld ausgezahlt werden soll,

    👉 entsteht automatisch eine Finanzierungslücke.

    Der Widerspruch – einfach erklärt

    👉 „Was nicht eingezahlt wird, kann nicht ausgezahlt werden.“

    Oder noch klarer:

    👉 „Mehr Leistung ohne mehr Einnahmen ist ein Versprechen ohne Grundlage.“

    Die Realität

    Um 70 % zu erreichen, bräuchte man:

    • deutlich höhere Beiträge,
    • massive Steuerzuschüsse,
    • oder zusätzliche Vorsorgesysteme.

    👉 Genau das wird nicht konkret erklärt.

    Der eigentliche Trick

    Die Zahl 70 % wird genutzt, um:

    • Sicherheit zu vermitteln,
    • einfache Lösungen zu suggerieren,
    • komplexe Zusammenhänge zu überdecken.

    Resümee

    Die 70 %-Rente der AfD ist:

    • ein starkes politisches Signal,
    • aber kein durchgerechnetes Konzept.

    👉 Am Ende gilt: Ohne Finanzierung bleibt jede Zahl nur ein Versprechen.

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    #Rente #AfDkritik #Rentenlüge #Finanzen #Altersarmut