Schlagwort: Altersvorsorge

  • Rentenkommission vor entscheidender Weichenstellung: Kommt das Ende der Frührente?

    Rentenkommission vor entscheidender Weichenstellung: Kommt das Ende der Frührente?

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    Werner Hoffmann. - Rentenberater und Prozessbevollmächtigter
    Werner Hoffmann. – Rentenberater und Prozessbevollmächtigter.

    Am 23. Juni 2026 will die Bundesregierung den Abschlussbericht der Rentenkommission entgegennehmen. Bereits vor der offiziellen Übergabe zeichnet sich ab, dass innerhalb der Kommission ein überraschend großer Konsens beim Thema Frühverrentung besteht.

    Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen künftig länger im Erwerbsleben gehalten werden können. Hintergrund ist die demografische Entwicklung: Die geburtenstarken Jahrgänge gehen nach und nach in Rente, während gleichzeitig weniger junge Arbeitnehmer in das System nachrücken.

    Besonders intensiv diskutiert wird die Zukunft der Rente mit 63. Viele Experten sehen darin einen wichtigen Baustein für Beschäftigte mit langen Versicherungszeiten. Andere befürchten dagegen steigende Belastungen für die Rentenkassen und einen zunehmenden Fachkräftemangel.

    Nach Medienberichten wurden auch neue Anreize für einen späteren Renteneintritt diskutiert. Wer freiwillig länger arbeitet, könnte künftig stärkere finanzielle Vorteile erhalten. Gleichzeitig steht die Frage im Raum, ob Frühverrentungen künftig stärker eingeschränkt werden sollen.

    Für Aufsehen sorgten zuletzt Berichte über eine mögliche Rente mit 70. Offizielle Beschlüsse dazu gibt es bislang nicht. Dennoch zeigt die Debatte, in welche Richtung einige Reformüberlegungen gehen: längere Lebensarbeitszeiten und eine stärkere Orientierung an der steigenden Lebenserwartung.

    Kritiker warnen jedoch davor, dass eine pauschale Anhebung des Rentenalters viele Menschen benachteiligen würde. Während Büroangestellte oft länger arbeiten können, stoßen Beschäftigte in körperlich belastenden Berufen häufig schon deutlich früher an ihre gesundheitlichen Grenzen.

    Dabei wird oft vergessen, dass die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung nicht allein vom Renteneintrittsalter abhängt. Ebenso wichtig sind die Zahl der Beitragszahler, die Entwicklung der Löhne, die Beschäftigungsquote sowie politische Entscheidungen über die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen.

    Deshalb fordern zahlreiche Sozialwissenschaftler und Rentenexperten eine breitere Finanzierungsbasis. Diskutiert werden unter anderem die stärkere Einbeziehung von Selbstständigen, langfristig auch von Beamten, sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer.

    Welche konkreten Empfehlungen die Rentenkommission tatsächlich vorlegen wird, erfahren wir am 23. Juni 2026. Schon jetzt ist jedoch klar: Die Diskussion über die Zukunft der gesetzlichen Rente wird danach erst richtig beginnen.

    Für Versicherte gilt deshalb mehr denn je: Wer seine persönliche Rentenstrategie frühzeitig plant und bestehende Ansprüche rechtzeitig prüfen lässt, kann auf mögliche Veränderungen deutlich besser reagieren als jemand, der sich erst kurz vor dem Rentenbeginn mit dem Thema beschäftigt.

    Rentenberater. Werner Hoffmann. www.Renten-Experte.de
    Unabhängiger Rentenberater Werner Hoffmann

    #Rente #Rentenkommission #Frührente #Altersvorsorge #Rentenreform

  • Witwenrente vor dem Aus? Rentenkommission prüft radikalen Systemwechsel

    Witwenrente vor dem Aus? Rentenkommission prüft radikalen Systemwechsel

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    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
    Werner Hoffmann.
    – Rentenberater (RDG). – www.Renten-experte.de

    Die Witwen- und Witwerrente gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Millionen Menschen verlassen sich darauf, dass nach dem Tod des Ehepartners zumindest ein Teil des bisherigen Einkommens abgesichert bleibt.

    Doch nun sorgt ein Vorschlag der Rentenkommission für Diskussionen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die klassische Witwenrente künftig durch ein verpflichtendes Rentensplitting ersetzt werden soll.

    Bereits heute gibt es das sogenannte Rentensplitting. Ehepartner können freiwillig vereinbaren, dass die während der Ehe erworbenen Rentenansprüche zwischen beiden Partnern hälftig aufgeteilt werden. Wer sich dafür entscheidet, verliert allerdings den Anspruch auf eine spätere Witwen- oder Witwerrente. Genau deshalb wird dieses Modell bislang kaum genutzt. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung entschieden sich im Jahr 2024 lediglich 111 Paare für dieses Verfahren.

    Die Rentenkommission diskutiert nun, ob ein solches Splitting künftig verpflichtend werden könnte. Ziel wäre es, die während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften von Anfang an gleichmäßiger zwischen den Ehepartnern zu verteilen. Besonders Personen, die wegen Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen ihre Erwerbstätigkeit reduziert haben, würden dadurch eigene höhere Rentenansprüche erwerben.

    Kritiker weisen jedoch auf erhebliche Nachteile hin. Während heute nach dem Tod eines Ehepartners häufig eine große Witwenrente gezahlt wird, würde diese Leistung bei einem verpflichtenden Rentensplitting entfallen. Für viele Hinterbliebene könnte dies im Todesfall zu deutlich geringeren monatlichen Einnahmen führen.

    Besonders betroffen wären Ehepaare mit einer klassischen Rollenverteilung, bei denen ein Partner deutlich höhere Rentenansprüche aufgebaut hat als der andere. Gerade ältere Ehepaare haben ihre Lebensplanung oft auf die bestehenden Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung abgestimmt.

    Befürworter argumentieren dagegen, dass das Rentensplitting besser zu modernen Erwerbsbiografien passe und die eigenständige Alterssicherung stärke. Zudem werde die finanzielle Abhängigkeit eines Ehepartners vom anderen reduziert.

    Fest steht allerdings: Derzeit handelt es sich lediglich um einen Diskussionsvorschlag. Weder bestehende Witwen- und Witwerrenten noch bereits erworbene Ansprüche stehen aktuell zur Disposition. In der politischen Debatte wird regelmäßig ein umfassender Vertrauensschutz für bestehende Rentenansprüche gefordert.

    Die Diskussion zeigt jedoch, wie sensibel Veränderungen bei der Hinterbliebenenversorgung sind. Für Millionen Rentnerinnen und Rentner geht es nicht um eine theoretische Reform, sondern um die Frage, wie die finanzielle Absicherung nach dem Tod eines Partners künftig aussehen soll.

    Aus meiner Sicht wird bei der Debatte häufig übersehen, dass die Witwenrente für viele ältere Menschen ein wichtiger Bestandteil ihrer finanziellen Planung ist. Wer Veränderungen an diesem System vornehmen möchte, muss deshalb die sozialen Folgen sehr sorgfältig prüfen.

    Unabhängiger Rentenberater Werner Hoffmann.

    #Witwenrente #Rentensplitting #GesetzlicheRente #Rentenreform #Altersvorsorge

  • Auslandsrente in Gefahr? Was tun, wenn die Lebendbescheinigung nicht ankommt?

    Auslandsrente in Gefahr? Was tun, wenn die Lebendbescheinigung nicht ankommt?

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann. Rentenberater (RDG).

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    Viele deutsche Rentner leben dauerhaft in den USA oder in anderen Ländern außerhalb Deutschlands. Damit die Deutsche Rentenversicherung (DRV) die Rente weiter auszahlen kann, müssen viele Rentenempfänger im Ausland regelmäßig nachweisen, dass sie noch leben. Das geschieht über die sogenannte Lebendbescheinigung.

    Doch was passiert, wenn dieses Schreiben gar nicht ankommt?

    Warum gibt es die Lebendbescheinigung?

    Die Deutsche Rentenversicherung prüft regelmäßig, ob Rentenzahlungen ins Ausland weiterhin berechtigt sind. Dafür wird ein Schreiben mit einer individuellen Referenznummer verschickt. Mit dieser Nummer kann die Lebensbestätigung eindeutig zugeordnet werden.

    Das Problem: Der Brief kommt nicht an

    Gerade bei Auslandsanschriften kann Post verloren gehen, verspätet zugestellt werden oder an eine alte Adresse laufen. Viele Betroffene merken das erst, wenn die Rentenzahlung plötzlich ausbleibt.

    Wichtig: Nicht abwarten! Erfolgt keine Rückmeldung, kann die Rentenzahlung vorübergehend eingestellt werden.

    Was sollten Betroffene tun?

    Wer die Unterlagen nicht erhalten hat, sollte sich schnell mit der Deutschen Rentenversicherung in Verbindung setzen und mitteilen:

    • Name
    • Geburtsdatum
    • Rentenversicherungsnummer
    • aktuelle Anschrift
    • Hinweis, dass die Unterlagen zur Lebendbescheinigung nicht eingegangen sind

    Außerdem sollte geprüft werden, ob bei der Rentenversicherung die aktuelle Anschrift gespeichert ist. Bereits kleine Fehler in der Adresse können dazu führen, dass wichtige Post nicht ankommt.

    Wird die Rente endgültig gestrichen?

    Nein. Wird die Zahlung wegen einer fehlenden Lebendbescheinigung gestoppt, kann die Bestätigung nachgereicht werden. Nach erfolgreicher Prüfung werden zurückgehaltene Rentenbeträge in der Regel nachgezahlt.

    Unterstützung durch Rentenberater

    Unabhängiger Rentenberater Werner Hoffmann.

    Gerade bei Rentenzahlungen ins Ausland entstehen häufig Fragen zu Fristen, Nachweisen und Zuständigkeiten. Eine unabhängige Erstberatung durch einen Rentenberater kann helfen, Fehler zu vermeiden und rechtzeitig zu handeln. Daneben sollten auch mögliche weitere Renten- und Sozialleistungsansprüche geprüft werden.

    Wichtige Kontaktadressen

    Deutsche Rentenversicherung Bund
    10704 Berlin, Deutschland
    Telefon: +49 30 865-0
    E-Mail: drv@drv-bund.de

    Deutsche Post AG – Renten Service
    13496 Berlin, Deutschland
    Telefon: +49 221 5692-777
    E-Mail: w.ausland@deutschepost.de

    Bei jeder Anfrage sollten die Rentenversicherungsnummer, der vollständige Name, das Geburtsdatum und die aktuelle Anschrift angegeben werden.

    #Auslandsrente #DeutscheRentenversicherung #Lebendbescheinigung #RentnerUSA #Rentenberatung

  • 44.500 Euro Vermögen – und trotzdem Anspruch auf Grundsicherung?

    44.500 Euro Vermögen – und trotzdem Anspruch auf Grundsicherung?

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann. – Rentenberater (RDG) und Prozessbevollmächtigter.

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    Viele Rentner gehen davon aus, dass sie keine Grundsicherung erhalten können, sobald sie über ein größeres Vermögen verfügen. Doch diese Annahme ist häufig falsch. Unter bestimmten Voraussetzungen kann selbst bei einem Vermögen von mehreren zehntausend Euro ein Anspruch auf Grundsicherung im Alter bestehen.

    Besonders deutlich wird dies durch eine Entscheidung des Bundessozialgerichts (BSG). Mit Urteil vom 19.12.2024 (Az. B 8 SO 4/24 R) bestätigte das Gericht die Vorentscheidung des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 17.11.2022 (Az. L 7 SO 1468/22).

    Die Kernaussage: Während der Corona-Sonderregelungen nach § 141 SGB XII kann auch bei einem Vermögen von rund 44.500 Euro ein Anspruch auf Grundsicherung bestehen, wenn dieses Vermögen nicht als „erheblich“ einzustufen ist.

    Das Urteil zeigt, dass die Frage eines Leistungsanspruchs nicht allein von der Höhe des Vermögens abhängt. Entscheidend sind die jeweiligen gesetzlichen Regelungen und die Umstände des Einzelfalls.

    Grundsicherung soll Menschen helfen, deren Einkommen und Rente nicht ausreichen, um den notwendigen Lebensunterhalt zu sichern. Dabei spielen nicht nur Rentenhöhe und Vermögen eine Rolle, sondern auch Wohnkosten, persönliche Lebensverhältnisse und mögliche Freibeträge.

    Viele Betroffene stellen jedoch keinen Antrag, weil sie irrtümlich davon ausgehen, ohnehin keinen Anspruch zu haben. Gerade bei steigenden Lebenshaltungskosten kann sich eine Prüfung jedoch lohnen.

    Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Punkt: Kinder und Eltern werden grundsätzlich erst dann zum Unterhalt herangezogen, wenn ihr jährliches Einkommen über 100.000 Euro liegt. Für die meisten Familien besteht daher keine finanzielle Belastung.

    Neben der Grundsicherung gibt es weitere Sozialleistungen, die für Rentner infrage kommen können. Dazu zählen beispielsweise Wohngeld, Pflegeleistungen oder andere sozialrechtliche Ansprüche. Diese Möglichkeiten werden in der Praxis häufig übersehen.

    Hilfreich kann deshalb eine Erstberatung bei einem unabhängigen Rentenberater sein. Dabei lassen sich nicht nur mögliche Ansprüche auf Grundsicherung prüfen, sondern auch weitere Leistungen erkennen, die die finanzielle Situation im Ruhestand verbessern können.

    Das BSG-Urteil macht deutlich: Wer über Vermögen verfügt, sollte einen Anspruch auf Grundsicherung nicht vorschnell ausschließen. Eine individuelle Prüfung kann sich lohnen.

    Unabhängiger Rentenberater Werner Hoffmann.

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    #Sozialrecht
    #Altersarmut

  • 28 Stunden Pflege pro Woche – und trotzdem keine Rentenpunkte?

    28 Stunden Pflege pro Woche – und trotzdem keine Rentenpunkte?

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    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
    Werner Hoffmann.
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    Viele pflegende Angehörige gehen davon aus, dass ihr Einsatz automatisch bei der späteren Rente berücksichtigt wird. Doch die Realität sieht oft anders aus. Wer Angehörige pflegt, sollte die rentenrechtlichen Voraussetzungen genau kennen, um keine wertvollen Rentenansprüche zu verlieren.

    Grundsätzlich können pflegende Angehörige Rentenpunkte erhalten, wenn sie einen Menschen mit mindestens Pflegegrad 2 in häuslicher Umgebung pflegen. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Pflege mindestens zehn Stunden pro Woche umfasst und auf mindestens zwei Tage verteilt wird.

    Außerdem darf die Pflegeperson nebenbei grundsätzlich nicht mehr als 30 Stunden pro Woche erwerbstätig sein.

    Genau an dieser 30-Stunden-Grenze scheitern jedoch immer wieder Betroffene. Vielen ist nicht bewusst, dass dabei nicht nur die tatsächlich geleistete Arbeitszeit entscheidend sein kann. Maßgeblich kann vielmehr die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit sein.

    Ein aktueller Gerichtsfall zeigt die Problematik deutlich: Ein Vater pflegte seinen Sohn rund 28 Stunden pro Woche. Gleichzeitig bestand jedoch ein Arbeitsvertrag mit einer vereinbarten Arbeitszeit von mehr als 30 Wochenstunden.

    Obwohl der Mann krankgeschrieben war und Krankengeld bezog, wurden die Pflegezeiten nicht als rentenrechtliche Zeiten anerkannt. Ausschlaggebend war die vereinbarte Arbeitszeit.

    Für pflegende Angehörige kann dies erhebliche finanzielle Folgen haben. Denn unter den richtigen Voraussetzungen zahlt die Pflegeversicherung Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.

    Fehlt diese Anerkennung über mehrere Jahre, können später spürbare Rentenansprüche verloren gehen.

    Deshalb sollte jeder, der Angehörige pflegt, frühzeitig prüfen:

    Welcher Pflegegrad liegt vor?

    Werden die erforderlichen Pflegezeiten erreicht?

    Ist die Pflegekasse über die Pflegetätigkeit informiert?

    Liegt die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit tatsächlich unter 30 Wochenstunden?

    Sind die Pflegezeiten im Rentenkonto erfasst?

    Gerade bei langfristiger Pflege kann eine rechtzeitige Überprüfung viel Geld wert sein. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass Pflegezeiten nicht korrekt gemeldet oder rentenrechtliche Möglichkeiten nicht ausgeschöpft werden.

    Eine unabhängige rentenrechtliche Beratung kann helfen, Ansprüche zu sichern, Fehler zu vermeiden und spätere Rentenverluste zu verhindern.

    #Pflege #Rente #PflegendeAngehörige #Rentenpunkte #Rentenberatung

  • Österreich-Modell für die Rente? Millionen Deutsche könnten weniger Rentenerhöhungen erhalten

    Österreich-Modell für die Rente? Millionen Deutsche könnten weniger Rentenerhöhungen erhalten

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    Die Diskussion über die Zukunft der gesetzlichen Rente nimmt Fahrt auf. Wirtschaftsexperten suchen angesichts des demografischen Wandels nach Wegen, die langfristige Finanzierung der Rentenversicherung zu sichern.

    Im Mittelpunkt steht ein Modell, das bereits in Österreich angewendet wird. Dort werden laufende Renten und Pensionen grundsätzlich an die Inflation angepasst. Ziel ist es, die Kaufkraft der Rentner zu erhalten. Steigen die Preise, steigen auch die Renten entsprechend.

    In Deutschland erfolgt die Rentenanpassung dagegen überwiegend auf Grundlage der Lohnentwicklung. Entwickeln sich die Löhne stärker als die Inflation, profitieren auch Rentner von höheren Anpassungen.

    Wichtig ist jedoch: Österreich unterscheidet sich nicht nur bei der Rentenanpassung. Auch die Finanzierung ist anders. Der Arbeitgeberbeitrag liegt dort höher als der Beitragsanteil des Arbeitnehmers. Zudem sind Selbstständige grundsätzlich pflichtversichert.

    Auch Beamte werden in Österreich in die Alterssicherungssysteme einbezogen. Damit ruht die Finanzierung auf einer deutlich breiteren Basis als in Deutschland.

    Wer Österreich als Vorbild nennt, darf deshalb nicht nur einzelne Punkte herausgreifen. Dann muss auch über höhere Arbeitgeberbeiträge, die Beitragspflicht von Selbstständigen und die Einbeziehung der Beamten gesprochen werden.

    Die eigentliche Herausforderung bleibt der demografische Wandel. Immer weniger Beitragszahler müssen für immer mehr Rentner aufkommen.

    Ob Deutschland tatsächlich Elemente des österreichischen Modells übernimmt, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Die Debatte über die Zukunft der gesetzlichen Rente wird weiter an Bedeutung gewinnen.

    Erfolgreiche Rentensysteme beruhen meist auf mehreren Bausteinen – nicht auf einer einzigen Stellschraube.

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    #Rentenvergleich

    #Österreich

    #Rentenvergleich #Europa

  • Renten-Skandal: Tausende Selbstständige müssten zahlen – doch Beiträge bleiben oft aus

    Renten-Skandal: Tausende Selbstständige müssten zahlen – doch Beiträge bleiben oft aus

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    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
    Werner Hoffmann
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    Die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung steht seit Jahren unter Druck. Umso brisanter ist ein Problem, das der Bundesrechnungshof erneut kritisiert: Viele Selbstständige, die eigentlich rentenversicherungspflichtig wären, zahlen offenbar keine Beiträge – und das teilweise über Jahre hinweg.

    Dabei gilt häufig die Annahme, Selbstständige seien grundsätzlich von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit. Das stimmt jedoch nicht. Für verschiedene Berufsgruppen besteht bereits heute eine Versicherungspflicht. Dazu gehören unter anderem bestimmte Lehrer, Erzieher, Pflegekräfte, Hebammen, Handwerker, Künstler sowie Selbstständige, die dauerhaft im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind.

    Bundesrechnungshof sieht Handlungsbedarf

    Nach Einschätzung des Bundesrechnungshofes werden zahlreiche versicherungspflichtige Selbstständige gar nicht erfasst. Dadurch entgehen der Rentenversicherung Beiträge, obwohl eine gesetzliche Pflicht zur Zahlung besteht.

    Die Deutsche Rentenversicherung weist seit Jahren darauf hin, dass viele Betroffene ihre Versicherungspflicht gar nicht kennen oder ihrer Meldepflicht nicht nachkommen. Das führt dazu, dass bestehende gesetzliche Regelungen nur unvollständig umgesetzt werden.

    Deutschland ist eher die Ausnahme

    In der öffentlichen Debatte entsteht oft der Eindruck, eine Rentenversicherungspflicht für Selbstständige sei etwas Ungewöhnliches. Tatsächlich ist eher das Gegenteil der Fall.

    In vielen europäischen Ländern sind Selbstständige bereits verpflichtend in die staatliche Altersvorsorge eingebunden. Das gilt für die große Mehrheit der EU-Staaten. Ausnahmen bestehen häufig nur für sehr kleine Nebentätigkeiten oder geringfügige selbstständige Einkünfte.

    Wer beispielsweise in Österreich, Frankreich, Italien, Spanien oder den Niederlanden selbstständig tätig ist, muss grundsätzlich Beiträge zur Alterssicherung leisten. Deutschland gehört damit zu den Ländern, die vielen Selbstständigen noch vergleichsweise große Freiheiten bei der Altersvorsorge lassen.

    Warum das auch die Betroffenen selbst trifft

    Die Diskussion wird oft so geführt, als gehe es nur um fehlende Einnahmen für die Rentenkasse. Tatsächlich betrifft das Problem aber auch die Selbstständigen selbst.

    Wer über Jahrzehnte keine ausreichende Altersvorsorge aufbaut, riskiert später eine deutlich niedrigere Rente oder sogar den Bezug von Grundsicherung im Alter. Besonders Solo-Selbstständige gelten seit Jahren als eine Gruppe mit erhöhtem Risiko für Altersarmut.

    Kommt bald eine allgemeine Versicherungspflicht?

    Seit Jahren wird darüber diskutiert, künftig alle neuen Selbstständigen in ein verpflichtendes Alterssicherungssystem einzubeziehen. Ziel wäre es, Versorgungslücken zu vermeiden und Altersarmut vorzubeugen.

    Die aktuelle Debatte zeigt vor allem eines: Bevor ständig über höhere Beiträge, längere Lebensarbeitszeiten oder zusätzliche Belastungen für Arbeitnehmer diskutiert wird, sollte zunächst sichergestellt werden, dass bestehende gesetzliche Pflichten konsequent umgesetzt werden.

    Denn wer versicherungspflichtig ist, sollte auch tatsächlich Beiträge zahlen – im Interesse der Rentenkasse, aber vor allem im eigenen Interesse für eine abgesicherte Altersvorsorge.


    Hashtags:
    #Rente
    #Selbstständige
    #Rentenversicherung
    #Altersvorsorge
    #Sozialversicherung

  • Was würde passieren, wenn Deutschland das Schweizer Modell übernehmen würde?

    Was würde passieren, wenn Deutschland das Schweizer Modell übernehmen würde?

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    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG). –
    https://www.Renten-Experte.de

    Warum sind die Beitragssätze zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland deutlich höher als in der Schweiz?

    Der Hauptunterschied liegt vor allem bei:

    • der Versicherungspflicht,
    • der Beitragsbemessungsgrenze,
    • und der Finanzierungsbasis.

    Deutschland: Hohe Beiträge – aber begrenzte Einnahmen

    In Deutschland beträgt der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung 18,6 %.

    Gleichzeitig gibt es:

    • eine Beitragsbemessungsgrenze von rund 101.400 € jährlich,
    • zahlreiche Selbstständige ohne Pflichtversicherung,
    • Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    • eigene Versorgungssysteme vieler Freiberufler.

    Dadurch werden hohe Einkommen oft gar nicht oder nur teilweise zur Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung herangezogen.

    Schweiz: Breitere Finanzierung – niedrigerer Beitragssatz

    Die Schweizer AHV funktioniert deutlich breiter:

    • nahezu alle Erwerbstätigen sind versichert,
    • auch Selbstständige,
    • Beiträge werden grundsätzlich auf das gesamte Einkommen erhoben,
    • eine klassische deutsche Beitragsbemessungsgrenze existiert praktisch nicht.

    Der Beitragssatz liegt deshalb nur bei rund 10,6 %.

    Besonders interessant:

    Auch Nichterwerbstätige müssen in der Schweiz häufig AHV-Beiträge zahlen, z. B.:

    • vermögende Privatpersonen,
    • Frühpensionäre,
    • Personen mit hohen Kapitalerträgen,
    • Personen mit größeren Vermögen.

    Die Beiträge orientieren sich teilweise auch am Vermögen und an Renteneinkünften.

    Was würde das in Deutschland verändern?

    Würde Deutschland das Schweizer Modell übernehmen, müssten zusätzlich einzahlen:

    • Beamte,
    • Abgeordnete,
    • Selbstständige,
    • Freiberufler,
    • Spitzenverdiener ohne BBG-Begrenzung.

    Dadurch würde die Einnahmebasis der gesetzlichen Rentenversicherung massiv steigen.

    Viele Experten gehen deshalb davon aus, dass der Beitragssatz langfristig auf etwa 10,5 bis 12 % sinken könnte — oder alternativ höhere Renten finanzierbar wären.

    Resümee

    Normale Arbeitnehmer würden vermutlich erheblich entlastet.

    Eine Senkung des Beitragssatzes von 18,6 % auf beispielsweise 11 % entspräche einer Reduzierung um 7,6 Prozentpunkte.

    Bei einem durchschnittlichen Jahresarbeitsentgelt von rund 51.904 € ergäbe dies rechnerisch eine Entlastung von etwa 3.944 € jährlich für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen.

    #Rente #Schweiz #AHV #Rentenversicherung #Sozialabgaben

  • Teil 24a: Gesetzliche Rente in Kroatien – Vergleich mit Deutschland

    Teil 24a: Gesetzliche Rente in Kroatien – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann.

    – Rentenberater (RDG). –

    Kroatien besitzt ein staatlich geprägtes Rentensystem mit gesetzlicher Umlagerente und verpflichtender Kapitaldeckung. Neben der staatlichen Altersversorgung existiert eine kapitalgedeckte „2. Säule“.

    Pflichtversicherung

    Kroatien:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige weitgehend eingebunden,
    – Beamte eingebunden.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    👉 In Kroatien sind mehr Berufsgruppen gesetzlich abgesichert.

    Wartezeit

    Kroatien:
    – Mindestversicherungszeit grundsätzlich ca. 15 Versicherungsjahre,
    – höhere Renten erst nach längeren Versicherungszeiten.

    Deutschland:
    – Mindestwartezeit meist 5 Jahre,
    – für besonders langjährig Versicherte 45 Jahre.

    Beitragsbeteiligung

    Die gesetzliche Altersversorgung wird über Pflichtbeiträge und Kapitaldeckung finanziert.

    Kroatien:
    – Arbeitnehmer zahlen insgesamt ca. 20 % Rentenbeiträge,
    – davon ca. 15 % in die staatliche Umlagerente („1. Säule“),
    – zusätzlich ca. 5 % verpflichtend in die kapitalgedeckte „2. Säule“,
    Arbeitgeber zahlen überwiegend Krankenversicherungs- und andere Sozialbeiträge, jedoch praktisch keine eigenen Rentenversicherungsbeiträge.

    👉 Die Finanzierung der gesetzlichen Altersversorgung liegt damit überwiegend beim Arbeitnehmer.

    Diese Beiträge finanzieren:
    ✅ Altersrente
    ✅ Hinterbliebenenschutz
    ✅ Invalidität

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %
    – Gesamt 18,6 %

    👉 Deutschland setzt überwiegend auf das klassische Umlageverfahren.

    Staatliche Zuschüsse

    Kroatien stabilisiert die gesetzliche Rente zusätzlich regelmäßig über den Staatshaushalt.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Kroatien:
    – Durchschnittsverdienst ca. 1700 bis 2100 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 550 bis 800 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4300 bis 4500 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 € brutto monatlich.

    Resümee

    Kroatien kombiniert Umlagerente, Kapitaldeckung und staatliche Zuschüsse.

    👉 Die zentrale Erkenntnis:
    Auch kleinere europäische Staaten setzen teilweise stärker auf verpflichtende Kapitaldeckung als Deutschland.

    #Kroatien #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich

  • Teil 20a: Gesetzliche Rente in Rumänien – Vergleich mit Deutschland

    Teil 20a: Gesetzliche Rente in Rumänien – Vergleich mit Deutschland

    Ein Beitrag von

    Werner Hoffmann - Rentenberater (RDG) www.Renten-experte.de
    Werner Hoffmann.
    – Rentenberater (RDG). –
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    Rumänien besitzt ein stark staatlich geprägtes Rentensystem. Die gesetzliche Altersversorgung basiert überwiegend auf einer staatlichen Umlagerente. Zusätzlich greift der Staat mit Zuschüssen und Sonderregelungen ein.

    Pflichtversicherung

    Rumänien:
    – Arbeitnehmer pflichtversichert,
    – Selbstständige teilweise eingebunden,
    – Beamte überwiegend eingebunden.

    Deutschland:
    – Beamte außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung,
    – viele Selbstständige nicht pflichtversichert.

    👉 In Rumänien sind mehr Berufsgruppen staatlich abgesichert.

    Wartezeit

    Rumänien:
    – reguläre Altersrente grundsätzlich ab ca. 15 Versicherungsjahren,
    – höhere Renten erst nach längeren Versicherungszeiten.

    Deutschland:
    – Mindestwartezeit meist 5 Jahre,
    – für besonders langjährig Versicherte 45 Jahre.

    Beitragsbeteiligung

    Die gesetzliche Altersversorgung wird über Pflichtbeiträge und massive Staatszuschüsse finanziert.

    Rumänien:
    – Arbeitgeber ca. 2,25 %,
    – Arbeitnehmer ca. 25 % Sozialbeitrag.

    👉 In Rumänien tragen Arbeitnehmer einen deutlich höheren Anteil der Finanzierung.

    Diese Beiträge finanzieren:
    ✅ Altersrente
    ✅ Hinterbliebenenschutz
    ✅ Invalidität

    Deutschland:
    – Arbeitgeber 9,3 %
    – Arbeitnehmer 9,3 %
    – Gesamt 18,6 %

    👉 Deutschland finanziert die gesetzliche Rentenversicherung exakt 50:50.

    Staatliche Zuschüsse

    Rumänien stützt allerdings massiv das Rentensystem zusätzlich durch:

    • staatliche Zuschüsse,
    • Pensii speciale (Sonderpensionen),
    • den kapitalgedeckten Zusatzbaustein Pilonul II.

    👉 Beim „Pilonul II“ fließt ein Teil der Beiträge zusätzlich in private Kapitalanlagen.

    Einkommen und Rentenhöhe

    Rumänien:
    – Durchschnittsverdienst ca. 1400 bis 1700 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 450 bis 650 € brutto monatlich.

    Deutschland:
    – Durchschnittsverdienst ca. 4300 bis 4500 € brutto monatlich,
    – durchschnittliche Altersrente ca. 1050 bis 1200 € brutto monatlich.

    Resümee

    Rumänien setzt stärker auf staatliche Eingriffe, Zuschüsse und Pflichtversicherung.

    👉 Die zentrale Erkenntnis:
    Europäische Rentensysteme unterscheiden sich massiv bei Finanzierung, Staatszuschüssen und Kapitaldeckung.

    #Rumänien #Rente #Deutschland #Altersvorsorge #Rentenvergleich