Ein Beitrag von

– Rentenberater (RDG).
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Das verschweigt Friedrich Merz & auch die Anhänger von Arbeitgeberverbänden

Der Vergleich der Altersversorgung zwischen Österreich und Deutschland zeigt ein klares Bild: Nicht die Systeme unterscheiden sich grundsätzlich – sondern die Verteilung der Lasten.

Gesetzliche Rente
Österreich:
Arbeitgeber: 12,55 Prozent
Arbeitnehmer: 10,25 Prozent
Deutschland:
Arbeitgeber: 9,3 Prozent
Arbeitnehmer: 9,3 Prozent
Österreich erzielt ein deutlich höheres Rentenniveau, weil mehr Beiträge in das System fließen – vor allem von Arbeitgebern.

Betriebliche Altersversorgung
Österreich:
häufig arbeitgeberfinanziert, kollektive Lösungen, echte Zusatzrente.
Deutschland:
oft Entgeltumwandlung, Arbeitnehmer zahlt selbst, Arbeitgeberzuschuss meist nur ca. 15 Prozent.
In Deutschland ist die bAV daher oft keine echte Arbeitgeberleistung.

Private Vorsorge
Deutschland:
hohe Bedeutung, notwendig zur Schließung von Lücken.
Österreich:
Ergänzung, nicht existenziell.
In Deutschland wird das Risiko stärker auf den Einzelnen verlagert.

Die politische Dimension
Friedrich Merz spricht häufig vom notwendigen Umbau hin zu mehr Kapitaldeckung. Vordergründig geht es um den Generationenvertrag.
Tatsächlich stellt sich aber eine andere Frage: Soll die Verantwortung stärker von Arbeitgebern auf Arbeitnehmer verlagert werden?
Denn Kapitaldeckung bedeutet in vielen Modellen:
mehr Eigenvorsorge,
weniger kollektive Finanzierung,
geringere direkte Arbeitgeberbeteiligung.

Resümee
Der Vergleich zeigt klar: Österreich erreicht höhere Renten, weil Arbeitgeber stärker eingebunden sind und höhere Beiträge gezahlt werden.
Deutschland hingegen verlagert zunehmend Verantwortung auf den Einzelnen.
Die zentrale Frage lautet daher nicht, ob das System finanzierbar ist – sondern: Wer soll die Altersvorsorge tragen?


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