Ein Beitrag von

Werner Hoffmann – Rentenberater (RDG)
Das Statusfeststellungsverfahren kann vor erheblichen finanziellen Risiken schützen. Doch viele Selbstständige machen dabei entscheidende Fehler – oft mit gravierenden Folgen.
Die häufigsten Fehler sind schnell benannt:
- Der Antrag wird gar nicht gestellt,
- er wird zu spät gestellt,
- die Tätigkeit wird falsch beschrieben,
- Verträge stimmen nicht mit der Realität überein.
Besonders kritisch ist der letzte Punkt.
Denn die Deutsche Rentenversicherung bewertet nicht nur den Vertrag – sondern vor allem die tatsächliche Durchführung der Tätigkeit.

Das bedeutet:
Selbst wenn im Vertrag „selbstständig“ steht, kann die Tätigkeit dennoch als abhängig beschäftigt eingestuft werden.
Ein weiterer häufiger Fehler ist die falsche Einschätzung der eigenen Situation.
Viele Selbstständige glauben:
„Ich habe mehrere Auftraggeber, also bin ich sicher selbstständig.“
Doch das reicht nicht aus. Entscheidend ist unter anderem:
- Besteht eine Weisungsgebundenheit,
- ist man in die Organisation des Auftraggebers eingebunden,
- trägt man ein echtes unternehmerisches Risiko.
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Wer diese Kriterien falsch bewertet, geht ein erhebliches Risiko ein.
Ein besonders teurer Fehler:
Das Verfahren wird erst dann durchgeführt, wenn bereits eine Prüfung läuft.
Dann ist es oft zu spät.
Die Entscheidung wirkt dann rückwirkend – mit entsprechenden finanziellen Konsequenzen.
Wichtig zu wissen:
Die rechtliche Bewertung darf nicht durch Steuerberater erfolgen, sondern gehört in die Hände eines spezialisierten Rentenberaters (RDG).

Mein Rat als Rentenberater (RDG):
Lassen Sie Ihre Tätigkeit frühzeitig prüfen – idealerweise bevor Sie starten oder neue Projekte annehmen.
Achten Sie darauf, dass:
- Verträge und tatsächliche Tätigkeit übereinstimmen,
- Sie Ihre Selbstständigkeit klar dokumentieren,
- typische Risiken frühzeitig erkannt werden.
Zusätzlich empfehle ich, alle relevanten Unterlagen strukturiert zu sichern.
Ein bewährtes Instrument dafür ist ein Notfallordner:


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Denn eines ist klar:
Die größten Risiken entstehen nicht durch das Verfahren – sondern durch falsche Einschätzungen im Vorfeld.
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